Flüchtlinge

Ein Zuhause bringt Ruhe und Frieden

Vor allem Kinder nehmen die Angebote der Flüchtlingshilfe Wenden mit großer Begeisterung an. Marie-Luise Pfaff und viele andere ehrenamtliche Helfer kümmern sich liebevoll um sie.

Vor allem Kinder nehmen die Angebote der Flüchtlingshilfe Wenden mit großer Begeisterung an. Marie-Luise Pfaff und viele andere ehrenamtliche Helfer kümmern sich liebevoll um sie.

Foto: MediaCampus

Wenden.   Anfang 2015 entstand der „Runde Tisch der Flüchtlingshilfe Wenden“. Jan-Paul Hacker sprach mit der ehrenamtlichen Helferin Marie-Luise Pfaff.

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Zu den Gründungsmitgliedern der Flüchtlingshilfe Wenden gehört unter anderem Marie-Luise Pfaff aus Hünsborn. Ihr Wunsch ist es, nicht nur zu planen sondern aktiv zu helfen.

Im Laufe des Jahres und besonders in den letzten Monaten kamen immer mehr neue Flüchtlinge nach Wenden. Dadurch wurde der praktische Einsatz ehrenamtlicher Helfer dringend nötig. Frau Pfaff begann, Flüchtlinge in ihren Unterkünften zu besuchen, um zu erfahren, wo welche Hilfe gebraucht wird. Ziel ist es, in der jeweiligen Situation akut zu helfen.

Diese Hilfe geschieht in Alltagssituationen, zum Beispiel bei der Bewältigung von Post und Korrespondenz, beim Übersetzen, bei der Vereinbarung von Arztterminen oder der Begleitung zu Ärzten. „Die Flüchtlinge nehmen unsere Unterstützung sofort und gerne an“, so Marie-Luise Pfaff.

Taufvorbereitung für Flüchtlinge

Für die Zukunft wünscht sie sich, dass die Flüchtlinge aus Kriegs-und Gefahrenzonen hier genügend menschenwürdigen Wohnraum bekommen: „Denn nur bei geschaffenen Intimsphären in einem wirklichen „Zuhause“ kann Ruhe einkehren in den Menschen; Ruhe und Frieden sind die Voraussetzung für eine gelingende Integration.“

Ein „Zuhause“ finden Menschen manchmal auch in der Kirchengemeinde. Hier engagiert sich Frau Pfaff zusammen mit Frau Gwiasda aus Gerlingen und weiteren Helfern bei einem kirchlichen Projekt, das interessierten Flüchtlingen die Auseinandersetzung mit dem katholischen Glauben ermöglicht. Einige Flüchtlinge möchten gern, dass sie oder ihre Kinder getauft werden. Sie treffen sich daher regelmäßig, um sich auf die Taufe vorzubereiten. Auch dieses Projekt ist eine Art Brücke, die Flüchtlingen helfen kann, bei uns anzukommen.

Bis zur vollständigen Integration ist es jedoch noch ein weiter Weg. Die Motivation und die Energie der ehrenamtlichen Helfer wird hoffentlich noch lange reichen, um Flüchtlinge zu begleiten. Deren Integration in unsere Gesellschaft ist aber eine Herausforderung für uns alle.

Jan-Paul Hacker, Klasse: 8d, St.-Franziskus-Gymnasium, Olpe

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