Japan

Das Land der aufgehenden Sonne

Sushi, die japanische Delikatesse aus Reis, rohem Fisch und Gemüse, wird auch in Deutschland immer beliebter.

Sushi, die japanische Delikatesse aus Reis, rohem Fisch und Gemüse, wird auch in Deutschland immer beliebter.

Foto: Getty Images for SOBEWFF®

Olpe.   Japan steckt voller mysteriöser Geheimnisse. Sarah Sophie Bruse versucht, ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen und erklärt das fernöstliche Land.

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Häuser mit komisch geformten Dächern. Frauen in seltsamen Kleidern. Essstäbchen. Eine verrückt klingende Sprache und mysteriöse Schriftzeichen. Das sind wohl die Begriffe, die einem zuerst einfallen, wenn man das Wort „Japan“ hört. Aber was steckt wirklich hinter diesem Land, das als „Das Land der aufgehenden Sonne“ bezeichnet wird?

Ein Instrument spielen, Schriftzeichen lesen und englische Begriffe beherrschen – all das müssen japanische Kinder so früh wie möglich können. Schließlich stehen ihnen wichtige Aufnahmeprüfungen für Kindergärten, Schulen sowie Universitäten bevor. Dabei nehmen viele Japaner das Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ sehr ernst. Etwa ein drittel der Jugend geht erst nach 24 Uhr ins Bett und steht vor 5 Uhr morgens wieder auf. Ein Grund für den Schlafmangel ist der immer stärker werdende Leistungsdruck. Wer beim harten Konkurrenzkampf nicht mitzieht, verliert sein Ansehen in der Gesellschaft.

Einen Ausgleich zum Lernstress finden viele in der schrillen Popkultur im Japan des 21. Jahrhunderts: Rockmusik, auffällige Kostüme und aufwendig gestylte Haare sind ein absolutes Muss. Aber auch Mangas und Animes erfreuen sich großer Beliebtheit. Die aus dem fernen Osten stammenden Zeichentrick-Serien werden auch in Deutschland immer populärer, auch wenn ihr Publikum hierzulande noch nicht so groß ist, wie in Japan. Dagegen trifft Sushi bereits auf mehr Zustimmung. Wie auch in Japan werden die mit Fisch und Gemüse gefüllten Reis-Rollen mit fettarmen Zutaten wie bspw. Sojaprodukten zubereitet oder auch verfeinert. Mit Essstäbchen (auf japanisch o-hashi) zu essen lernt man bereits im Kindesalter. Beim Trinken ist es üblich seinem Tischnachbarn einzuschenken, aber nie sich selbst. Ist man durstig, neigt man das Glas Richtung Nachbar oder man fragt etwas wie „Atsui desune?“ („Es ist heiß, oder?“).

In der japanischen Schrift gibt es vier Alphabete, die gelernt werden müssen: die Hiragana, Katagana, Kanji und Romaji. Die Hiragana und Katagana, zusammengefasst als Kana, sind Silbenschriften. Das heißt, dass ein Schriftzeichen immer einer ganzen Silbe entspricht. Diese beiden Alphabete enthalten jeweils 46 Zeichen. Die Kanji sind die Schriftzeichen, die das erlernen der japanischen Schrift so schwierig machen. Allein für das Lesen der Tageszeitung benötigt man schon um die 3000 Schriftzeichen. Die Romaji sind die Umschreibung der japanischen Schriftzeichen in unser lateinisches Alphabet.

Japan ist der westlichen Kultur zwar in vielerlei Hinsicht überlegen, allerdings nicht, wenn es um die Rolle von Mann und Frau geht: Der Mann stürzt sich immer noch ins stressige Arbeitsleben, während die Frau für die Erziehung der Kinder verantwortlich ist. Emanzipierte starke Frauen, die sich selbst und ihre beruflichen Träume verwirklichen, sind in der deutlichen Minderheit. Mit diesem Frauenbild wird allerdings gern in Mangas und Anime herumgespielt. Die weiblichen Hauptcharaktere werden als Heldinnen gefeiert.

Sarah Sophie Bruse, Klasse 8b, St.-Franziskus-Gymnasium, Olpe

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