Forstwirtschaft

Bäume fällen auf Knopfdruck

Ein  Harvester, mobiler Baumfäller oder auch Vollerntemaschine genannt, kann pro Minute einen Baum fällen und ihn gleich an Ort und Stelle entasten.

Ein Harvester, mobiler Baumfäller oder auch Vollerntemaschine genannt, kann pro Minute einen Baum fällen und ihn gleich an Ort und Stelle entasten.

Foto: Fabian Paffendorf

Wenden.   Deutschland besitzt den größten Holzvorrat in der europäischen Union. Wie effizient Bäume gefällt werden können, schildert MC-Reporter Jan-Wilhelm Stinn.

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Ich habe mir das Thema „Forstwirtschaft - maschinelle Holzernte“ ausgesucht, weil es mich interessiert, wie optimale Holzernte und Wertschöpfung durch moderne Technologie entstehen. Informationen dazu habe ich in einem Forstunternehmen, dessen Geschäftsführer sich unter anderem um den Holzeinschlag (Gewinnung von Nutz- und Brennholz) und den Holzhandel kümmert, erhalten.

Die Bewirtschaftung von Wäldern ist auch immer ein Eingriff in die Natur und muss aus Gründen des Umweltschutzes, der Wirtschaftlichkeit, aber auch aus Gründen des Arten- und Naturschutzes so schonend wie möglich vorgenommen werden. Und das geschieht wie folgt: Das Forstunternehmen kauft von verschiedenen Forstämtern stehendes, ungeerntetes Holz im Wald auf. Das nennt man „Holzkauf auf dem Stock“. Das Holz wird mit speziellen Vollerntemaschinen, auch „Harvester“ genannt, gefällt. Das computergesteuerte Vermessungs- und Kontrollsystem des Harvesters garantiert eine optimale Holzernte, zum Beispiel Sortierung der Baumsorten und bietet den Vorteil einer korrekten Holzvermarktung.

Pro Minute wird ein Baum gefällt

Ein Harvester wiegt etwa 19 Tonnen, hat 280 PS und wird in Finnland produziert. Das Aggregat hat eine Reichweite von zehn Metern und verfügt über eine Hebekapazität von 205 Kilonewtonmeter. Der Harvester fällt ungefähr einen Baum pro Minute, den er dann direkt an Ort und Stelle entastet, auf verschiedene Längen schneidet und sortiert. Diese Methode ermöglicht nicht nur eine verbesserte Logistik, sie erleichtert auch „Just~in~time“-Lieferungen der richtigen Sortimente für einen bestimmten Produktionszweck. Ein System, das mit der Zukunft wächst und auf das man sich verlassen kann.

Zwei Meter langes Holz (dünn und minderwertig) wird zu Papierholz verarbeitet, drei Meter langes (faul und vertrocknet) wird zu Spanplatten verarbeitet. Vier bis fünf Meter langes Holz wird für die Sägeindustrie verwendet. Daraus werden hauptsächlich Leimbinder und Bauholz gefertigt.

Beeindruckend ist, dass der Harvester von nur einer Person bedient wird. Durch diese riesige Maschine ist die sehr gefährliche Waldarbeit viel sicherer geworden.

Jan-Wilhelm Stinn, Klasse 8a Realschule, Wenden

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