Punk und Oper passen ganz hervorragend zusammen! Das glauben Sie nicht? Ein Besuch der „Oper Otze Akt“ soll alle Zweifelnden vom Gegenteil überzeugen. Diese Punk-Rock-Oper feiert am Sonntag, 13. April, Premiere im Musiktheater im Revier (MiR). Beginn im Kleinen Haus ist um 18 Uhr. Es gibt noch Restkarten.

Punk-Rock-Oper erlebte ihre Uraufführung in Darmstadt

Oper heißt das Genre. „Otze“ ist der Spitznamen von Dieter Ehrlich - dem Sänger und Gitarristen der DDR-Punkband Schleimkeim. Und eine Axt kommt beim dramatischen Höhepunkt der Story zum Einsatz. Zusammen wird daraus „Oper Otze Axt“, dem jüngsten Projekt des Künstlerkollektivs Dritte Degeneration Ost. Dieses erlebte seine Uraufführung im Staatstheater Darmstadt. Nun macht dieses Spektakel in Gelsenkirchen Halt - das allerdings nicht in der Ur-Fassung, sondern in einer weiterentwickelten Version.

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Hauptfigur Otze ist in der DDR noch ein Ost-Punk-Antiheld. Doch auch nach dem Mauerfall und der gesellschaftlichen Befreiung findet er keinen inneren Frieden. „Die Stückentwicklung hinterfragt unser Bild und Verständnis der Nachwendezeit und sucht nach neuen Ansätzen, um die politischen Zerwürfnisse, die sich auf immer drastischere Art und Weise in der Jetzt-Zeit ereignen, zu erklären“, schreibt das MiR in seiner Ankündigung.

Viele Beteiligte stammen aus den östlichen Bundesländern

Fast alle Beteiligten dieser Produktion stammen aus den östlichen Bundesländern. Sie verarbeiten darin teils auch persönliche Erfahrungen, die sie nach der Wende erleben mussten. Die Titelrolle des Otze übernimmt Mathias Baresel. Die musikalische Leitung hat Askan Geisler. Gemunkelt wird in Fankreisen, dass zu den Premierengästen auch Mille Petrozza von Kreator und Wölfi Wendland von der Punkband Die Kassierer gehören werden.

Weitere Termine nach der Premiere im MiR gibt es am 19. und 26. April. Karten (ab 15 Euro) an der Theaterkasse am Kennedyplatz oder unter 0209 40 97 200.