Die Nachricht vom Tod von Papst Franziskus am Ostermontag, 21. April, hat auch im Bistum Essen für große Bestürzung gesorgt. Rund um den Dom und die Bistums-Gebäude zwischen Burgplatz und Zwölfling wurde mittlerweile Trauerbeflaggung gesetzt. Außerdem wird bis zur Beisetzung von Papst Franziskus am kommenden Samstag am Dom – wie an vielen anderen Kirchen im Bistum Essen – jeweils nach dem Mittagsgeläut zehn Minuten lang die Totenglocke erklingen.
Im Essener Dom liegt außerdem ein Kondolenzbuch aus. Trauernde können darin ihre Gebete und Gedanken aufschreiben, die sie mit dem Heiligen Vater verbinden. Geöffnet ist der Essener Dom werktags von 6.30 bis 18.30 Uhr, samstags und sonntags ab 9 Uhr.
„Dank für seinen Einsatz für die Armen und Bedrängten aller Art“
Bischof Franz-Josef Overbeck und Dompropst Michael Dörnemann trugen sich am Dienstag, 22. April, in das Buch ein, das vor einem Bild des verstorbenen Papstes vor den Altarstufen liegt. Overbeck schrieb: „Unserem Heiligen Vater Papst Franziskus allen Dank für seinen Einsatz für die Armen und Bedrängten aller Art und für die beständige Erneuerung der Kirche und Welt im Geiste unseres Herrn Jesus Christus. Er möge nun in Gottes Frieden ruhen.“
Einen Trauergottesdienst für den verstorbenen Papst wird Bischof Overbeck am Sonntag, 4. Mai, um 10 Uhr im Essener Dom feiern. Musikalisch wird die Capella Cathedralis diese Messe mitgestalten.
„Prophetisches Zeichen“: Papst Franziskus und die Warnung vor dem exzessiven Klimawandel
Bischof Franz-Josef Overbeck würdigte den im Alter von 88 Jahren verstorbenen Franziskus als einen „Papst der Seelsorge“, den stets das Bild der „Fratelli tutti“ geprägt habe – alle Menschen als Geschwister. Franziskus werde als „Papst der Seelsorge im Auftrag des Evangeliums“ im Gedächtnis bleiben, erklärte Overbeck, „für die Menschen und für alle Welt“.
- Die Lokalredaktion Essen ist auch bei WhatsApp! Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Kanal: direkt zum Channel!
Und er erinnerte an das Gebet des Papstes zu Beginn der Corona-Pandemie, als Franziskus am 27. März 2020 digital zum gemeinsamen Gebet auf dem menschenleeren Petersplatz einlud. Beides sind für Overbeck bis heute zwei eindrucksvolle Zeichen des Papstes: „Zeichen der Solidarität angesichts der Bedrohung der Welt und gegen die wahnwitzigen Träume so mancher, die ganze Welt beherrschen zu wollen“, so Overbeck und weiter:
„Ihm ging es um eine Utopie der Geschwisterlichkeit, ein Zusammenleben aller Menschen unabhängig von Kultur, Religion, ethnischer Zugehörigkeit oder Nationalität.“
[Essen-Newsletter hier gratis abonnieren | Folgen Sie uns auch auf Facebook, Instagram & WhatsApp | Auf einen Blick: Polizei- und Feuerwehr-Artikel + Innenstadt-Schwerpunkt + Rot-Weiss Essen + Lokalsport | Nachrichten aus: Süd + Rüttenscheid + Nord + Ost + Kettwig und Werden + Borbeck und West | Alle Artikel aus Essen]
Vor diesem Hintergrund gehöre „zu den großen prophetischen Zeichen des Pontifikats von Papst Franziskus seine nimmermüde Warnung vor dem exzessiven Klimawandel mit allen Folgen“, betonte Overbeck. „Eine ökologische Umkehr war für ihn unabdingbar“, zeigt sich der Essener Bischof überzeugt. Die Mahnung zu mehr Achtsamkeit gegenüber der Schöpfung sei Auftrag und Vermächtnis von Papst Franziskus.