Knapp eine Woche nach Bekanntwerden der Pläne für eine „Pott Parade“ in Essen-Altenessen, einen Musik-Umzug mit 15 bis 20 Lastwagen, werden massive Sicherheitsbedenken laut.
Die Macher der populären Instagram-Seite „Essen diese“ wollen Ende August 2025 eine Musik-Parade starten: Offene Laster sollen in Altenessen mehrfach über die Wilhelm-Nieswandt-Allee fahren und im Kreisel wenden. Die Musik soll von heimischen DJs, Bands und anderen Interessierten kommen; Vereine sollen die Gelegenheit bekommen, sich zu präsentieren.
Essener ,,Pott Parade“: Strecke ist 2,5 Kilometer lang
Zu hören sein soll auf der etwa 2,5 Kilometer langen Wegstrecke dabei nicht nur elektronische Musik, sondern auch „Schlager, Hip Hop, Rock, Punk und Pop“ so der Organisator Robin von „Essen diese“. Bewerben könnten sich Musiker, Bands, DJs und Sound-Kollektive aus dem gesamten Ruhrgebiet. Die Organisatoren rechnen im besten Fall mit „mehreren 10.000 Besuchern“.
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Die Pläne lösen einerseits Begeisterung und massives Interesse hervor. Doch es gibt vor allem im Internet auch viele kritische Stimmen: Die Zeit für große, offene Veranstaltungen seien nach den Terror-Attacken der letzten Jahre definitiv vorbei, bedauern manche Nutzerinnen und Nutzer. Auch die Erinnerung an die kurzfristige Absage des Kupferdreher Karnevalszuges an Rosenmontag wegen einer anonymen Bombendrohung ist noch frisch.
Es wird gemutmaßt: Die „Pott Parade“ könne, wenn überhaupt, nur unter allergrößten Schutzmaßnahmen der Polizei stattfinden, was der Stimmung schade. Viele Nutzerinnen und Nutzer stellen auch die Frage nach Kosten und Nutzen – nach dem Motto: Der Schutz der Veranstaltung werde so teuer und aufwändig, dass der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen könne.
Essen Marketing: „Wir wollen alle nötigen Auflagen erfüllen“
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„Pott Parade“ ist eine Idee und Veranstaltung von „Essen diese“. Die Essen Marketing GmbH (EMG) unterstützt „Essen diese“ in den Bereichen Organisation, Logistik und Sicherheit. „Wir stehen im engen Austausch mit allen relevanten Sicherheitsbehörden“, berichtete Florian Hecker, Sprecher der EMG, am Montag (24. März). Es habe bereits Treffen mit Polizei, Feuerwehr und Vertretern der Stadt Essen gegeben, um erste Details zu besprechen. „Selbstverständlich werden wir für größtmögliche Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher sorgen, die nach aktuellem Stand nötig sind.“ Dass es bei Veranstaltungen im öffentlichen Raum grundsätzlich nie eine hundertprozentige Sicherheit für Akteure und Besuchende geben könne, müsse jedem klar sein. „Wir können nur das im Vorfeld regeln, worauf wir Einfluss haben“, so Hecker. „Und dabei wollen wir unser Bestes geben.“
Kurz nach der ersten Bekanntgabe der Pläne sind die Organisatoren von Anfragen regelrecht überrannt worden. „Unser Mail-Postfach explodiert“, berichtete Organisator Robin vor wenigen Tagen.
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