Ein spektakulärer Verkehrsunfall hat in Duisburg einen größeren Stromausfall ausgelöst. Wie die Polizei auf Nachfrage berichtet, ist ein Auto morgens an Karfreitag gegen 9.20 Uhr in Duissern in eine Netzstation der Stadtwerke gefahren. Sowohl der Wagen als auch die Netzstation an der Wintgenstraße haben gebrannt. Die Wintgensstraße war über und über mit weißem Schaum bedeckt. Nun sucht die Polizei Duisburg Zeugen.

Am Freitag hatten kurzzeitig 2500 Haushalte keinen Strom, berichtet Stadtwerke-Sprecher Felix zur Nieden im Gespräch mit unserer Redaktion. Durch den Brand habe eine Sicherheitsmaßnahme gegriffen, um das Stromnetz großflächig zu schützen. Nach wenigen Minuten hatten die allermeisten der betroffenen Gebäude jedoch bereits wieder Strom.

Die Feuerwache liegt direkt gegenüber. Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort.
Die Feuerwache liegt direkt gegenüber. Die Einsatzkräfte waren schnell vor Ort. © Polizei Duisburg | Polizei Duisburg

Länger betroffen waren noch drei, vier Straßenzüge im direkten Umfeld der beschädigten Ortsnetzstation. Zu diesen Haushalten muss Strom umgeleitet werden. Sie wurden seit Freitagnachmittag, 13.38 Uhr, alle wieder versorgt, so Felix zur Nieden. Bei dem Unfall wurde ebenfalls eine Straßenlaterne beschädigt.

Stunden nach dem Brand liefen noch die Reparaturarbeiten an der Wintgenstraße.
Stunden nach dem Brand liefen noch die Reparaturarbeiten an der Wintgenstraße. © WAZ | Fabienne Piepiora

Duisburger Polizei ermittelt zur Unfallursache

Das Auto und die Netzstation haben nur wenige Meter von der Feuerwache eins gebrannt. Daher wurden die Flammen „sehr schnell und problemlos“ gelöscht, sagt der Lagedienst der Feuerwehr. Der Autofahrer sei vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. „Unser Dienstbetrieb war zu keiner Sekunde gefährdet“, bekräftigt der Lagedienst. Zwar liegt die Feuerwache nur wenige Meter von der ausgefallenen Netzstation entfernt, aber sie hat ein eigenes Notstromaggregat und damit eine redundante Stromversorgung.

Da der Unfallfahrer einen alkoholisierten Eindruck machte, führen die Polizisten bei ihm einen freiwilligen Atemalkoholvortest durch, der positiv ausfiel. Ein Rettungswagen brachte den leicht Verletzten in ein Krankenhaus, wo ihm ein Arzt eine Blutprobe entnahm. Die Beamten stellten den Führerschein des 34-Jährigen sicher.

Dem Fahrer droht ein Strafverfahren

Die Polizeibeamten beauftragten ein Abschleppunternehmen zur Sicherstellung des ausgebrannten Fahrzeugs. Der Fahrer muss sich nun mit einem Strafverfahren auseinandersetzen und das Verkehrskommissariat 22 hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wenn Sie den Unfall beobachten haben oder Angaben zu der Fahrweise des Seat-Fahrers machen könnten, melden Sie sich bitte bei den Ermittlern unter der Rufnummer 0203 2800.