Die Dortmunder Polizei und Rettungskräfte wurden am Montag (2.6.) gegen 12.50 Uhr in die Straße „Am Richterbusch“ (Bereich Phoenix-West) gerufen.
Dortmund: Männer gehen mit Messer und Machete aufeinander los
Ersten Ermittlungen zufolge soll ein 21-Jähriger mit einer Machete aus einem Mehrfamilienhaus gekommen sein, sich aus noch unbekannten Gründen auf der Straße mit einem 19-Jährigen gestritten haben. Letzterer hat dann offenbar ein Messer gezückt und den Macheten-Mann damit verletzt.
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Wie die Polizei auf Nachfrage dieser Redaktion mitteilte, habe sich der 19-Jährige anschließend die Machete geschnappt und sei geflüchtet. Er konnte wenig später gefunden und festgenommen werden. Der 21-Jährige kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.
Für Täter galt eigentlich Messertrageverbot
Am Dienstag (3.6.) gab die Polizei weitere Details bekannt. Demnach galt für den 19-Jährigen bereits ein Messertrageverbot.
Messertrageverbot in Dortmund
Das sog. „Messertrageverbot“ wird Personen auferlegt, die der Dortmunder Polizei bereits in diesem Zusammenhang negativ aufgefallen sind. Die Verfügung ist zunächst auf drei Jahre befristet und verbietet das Mitführen von „erlaubnisfreien Waffen und anderen gefährlichen Gegenständen“. Dazu gehören etwa Messer aller Art, gefährlichen Werkzeugen (Äxte, Beile, Baseballschläger, Hammer, etc.) oder Tierabwehrspray.
Bei Verstößen wird ein Zwangsgeld in Höhe von 250 Euro verhängt, bei Wiederholungen 500 Euro bis hin zu Erzwingungshaft. Die Polizei zog für das Konzept Ende 2024 „eine durchweg positive Bilanz“.
Da der 19-Jährige gegen sein Trageverbot verstoßen hat, leiteten die Beamten ein Verfahren ein. Er bekam zudem eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und wird dem Haftrichter vorgeführt.
Gegen den 21-Jährigen wurde ebenfalls ein Verfahren eingeleitet – wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Darüber hinaus wird für ihn ein Messertrageverbot geprüft.