Schadsoftware

WhatsApp-Trojaner wütet in Millionen von Android-Handys

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Berlin.  25 Millionen Menschen sind betroffen: Ein Trojaner nistet sich in Android-Handys ein. Er ersetzt dabei ganze Programme – auch WhatsApp.

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Gefahr für Nutzer von Android-Handys. Eine Schadsoftware nistet sich auf den Geräten ein – unter anderem wird die populäre App WhatsApp befallen. Das Hinterlistige: „Agent Smith“, so heißt der Trojaner, tauscht ganze Apps aus. Die Verantwortlichen nutzen eine Sicherheitslücke im Betriebssystem aus, um die Schadsoftware ins Handy zu bekommen.

Berichtet hat über den Trojaner das israelische Tech-Sicherheitsunternehmen „Check Point“. 25 Millionen Geräte seien betroffen, heißt es in einem Blog-Eintrag der Firma zu Thema.

Wie gelangt der Trojaner „Agent Smith“ auf Android-Handys?

Über App-Stores, etwa „9Apps“ aus China, in denen Programme zum Download stehen, die mit tollen Angeboten locken, aber nur zur Übertragung der Schadsoftware aufs Handy taugen. Das können kostenlose Spiele, aber auch andere Anwendungen sein.

Einmal heruntergeladen, ist der Trojaner im System und kann andere Programme befallen und austauschen.

Was ist der Sinn eines Virus’ wie „Agent Smith“?

Die ausgetauschten Programme spielen Werbung aus, die auf Internetseiten lockt, die nicht wirklich seriös sind. Auch könnte es sein, dass Daten gezogen und den Programmierern zugesandt werden. Tatsächlich, heißt es bei Check Point, sei es möglich, dass die Software Eingaben und Bewegungsprofile übermittelt.

Wer ist von dem Angriff betroffen?

Derzeit sind es vor allem Nutzer aus Ländern wie Indien, Bangladesch und Pakistan. Allerdings: Auch in Großbritannien, Australien und den USA gibt es Fälle. Deutsche Nutzer sind sicher – bisher.

Was tun gegen Viren und Schadsoftware?

  • Nur den offiziellen Google-Play-Store nutzen. Das schützt nicht vor jedem Digitalelend, senkt aber die Wahrscheinlichkeit, sich Spionage- und andere unerwünschte Software ins Gerät zu holen
  • Genau checken, welche Apps man sich runterlädt und welche Firmen sie programmiert haben
  • Anti-Virus-Software kann helfen – zum Beispiel von Bitdefender und Kaspersky
  • Die Betriebssoftware sollte immer aktuell sein. Die Updates dienen dazu, genau so etwas zu verhindern. Die „Agent Smith“-Sicherheitslücke ist in der neusten Version schon gefixt

Sind iPhones betroffen?

Nein.

Eine Störung hat neulich geheime Funktionen von WhatsApp und Facebook offenbart. Handy-Nutzer sollten immer vorsichtig sein – selbst das Bundeskriminalamt warnt vor WhatsApp-Betrug per Mail. Vor wenigen Monaten sorgte ein WhatsApp-Kettenbrief für Aufregung – das steckt hinter „Ute Lehr“. (ses)

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