Sommer

So findet man selbst bei großer Hitze in den Schlaf

Sommerhitze: Sechs Experten-Tipps zur Abkühlung

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Berlin  Viele Deutsche müssen bei hohen Temperaturen um guten Schlaf kämpfen. Wir erklären, wie man auch bei Sommerhitze ruhig schlummert.

Temperatur-Rekorde, Dürre, kaum Abkühlung - die Sommer in Deutschland haben in den letzten Jahren viele Bundesbürger ins Schwitzen gebracht - nicht nur tagsüber. Je wärmer und stickiger die Luft im Schlafzimmer, desto schwerer fällt vielen Menschen das (Ein-)Schlafen. So kann eine längere Hitzeperiode sehr kräftezehrend werden. Doch es muss nicht so laufen.

Wir haben elf Tipps zusammengestellt, mit deren Hilfe man selbst in tropischen Nächten angenehm tief schlummert.

1. Nur mit Bettbezug schlafen

Von den Südeuropäern lernen, heißt besser schlafen lernen: Wer sich im Sommer schon mal in spanischen oder italienischen Hotels eingebucht hat, kennt den Trick. Statt Daunenbett bekommen die Gäste dort nur den dünnen Bezug angeboten. Auch in Deutschland zur Nachahmung empfohlen.

2. Wärmflasche zur Kühlflasche umfunktionieren

Was im Winter mit warmen Wasser funktioniert, hilft im Sommer umgekehrt: Einfach eine Wärmflasche mit Wasser füllen und sie ein paar Stunden in den Kühlschrank legen. Die „Kühlflasche“ anschließend ans Fußende des Bettes legen.

3. Leichte Nachtwäsche

Dieser Tipp versteht sich eigentlich von selbst. Wer im Hochsommer im molligen Fleece-Schlafanzug zu schlummern versucht, hat von Natur aus schlechte Karten. Besser sind leichte natürliche Stoffe wie Leinen und Seide. Komplett nackt schlafen, sollte man nur, wenn man sich auch zudecken möchte, rät Professor Ingo Fietze vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité. Andernfalls drohen Erkältungen.

4. Lauwarm duschen

Wer sich vor dem Schlafengehen kurz abduscht, regt die körpereigene Kühlung an. Entgegen der Intuition sollte man aber durchaus etwas wärmeres Wasser nehmen, empfiehlt die Techniker Krankenkasse (TK). „Erst das warme Wasser öffnet die Poren des Körpers, weil er automatisch versucht, zu kühlen. So findet die aufgestaute Hitze des Tages ihren Weg aus dem Körper“, heißt es auf der TK-Website.

5. Raumklima verbessern

16 bis 18 Grad gelten als ideal zum Einschlafen. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa zwischen 40 und 50 Prozent liegen – gar nicht so einfach bei anhaltender Hitze und Trockenheit. Dem Raumklima auf die Sprünge hilft man laut TK, indem man ein nasses Laken vor das Fenster hängt. Auch mehrere mit Wasser gefüllte Behälter sollten die Luft anfeuchten.

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6. Fenster offen lassen

Wenn man das Fenster sowieso gerade schon offen hat, kann man es auch gleich dabei belassen. Erlebt man nicht gerade eine

bei der die Temperaturen sich kaum von jenen am Tag unterscheiden, bringt die Luft zumindest ein bisschen Abkühlung. Doch Vorsicht:

– sonst droht ein steifer Nacken.

7. Innerhalb der Wohnung umziehen

Wer kein Problem damit hat, sein Bett zum Schlafen zu verlassen, kann sein Schlafstätte auch einfach an einen kühleren Ort in der Wohnung verlegen. Ein Zimmer an der Nordseite bietet sich dafür an, aber auch die Couch im Erdgeschoss oder Keller.

8. Am Morgen vorsorgen

Nach dem Aufstehen schon wieder ans Einschlafen denken! Was viele Langschläfer ohnehin gerne tun, zahlt sich gerade im Sommer aus – wenn man ein paar kleine Schritte befolgt. Erstens: Fenster auf und für ein paar Minuten frische Morgenluft ins Zimmer lassen. Zweitens: Fenster wieder zu und Rollos runter. Sonst baut man sich sein eigenes Treibhaus, bei dem die Wärme durch das Glas nicht wieder aus dem Raum treten kann.

9. Alleine schlafen

Auch wenn es einigen frisch Verliebten schwer fällt: Wer es nachts kühl haben will, sollte das Kuscheln auf kältere Nächte verschieben. Sonst heizen sich die Körper gegenseitig auf – und liegen am Ende in einer wenig romantischen Schweißpfütze.

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10. Schlafrhythmus umstellen

„Wenn möglich, sollte man etwas später ins Bett gehen und sich auf kürzere Schlafzeiten einstellen“, empfiehlt Professor Fietze. Die verlorene Nachtruhe könne man am Tag durch ein zusätzliches Nickerchen ausgleichen.

11. Klassische Einschlaftipps beherzigen

Was schon bei normalen Temperaturen beim Einschlafen hilft, kann im

nicht falsch sein. Deshalb: Nicht zu spät und zu schwer essen, keinen oder wenig Alkohol vor dem Zubettgehen trinken, ebenso wenig Kaffee.

wie ein Spaziergang hilft beim Runterkommen. Aber nur wenn anschließend kein spannender Film geschaut oder noch die neuesten Mails auf dem

gecheckt werden.

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