Dating-App

Tinder zeigt Homosexuellen in bestimmten Ländern Warnhinweis

Schwule und Lesben können nicht überall auf der Welt unbeschwert Urlaub machen. Eine zusätzliche Warnung kommt nun von Tinder.

Schwule und Lesben können nicht überall auf der Welt unbeschwert Urlaub machen. Eine zusätzliche Warnung kommt nun von Tinder.

Foto: imago stock&people / imago/Westend61

Berlin.  Die Dating-App Tinder führt in den kommenden Tagen ein neues Feature ein. Es soll Reisende der LGBTQ-Community besser schützen.

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Schwule, Lesben, bi- und transsexuelle Tinder-Nutzer reisen bald sicherer: Die Dating-App hat bekanntgegeben, in bestimmten Ländern einen Warnhinweis für sie ausspielen zu wollen. Dieser solle auf mögliche Gefahren beim Kennenlernen fremder Menschen aufmerksam machen.

Wenn der Nutzer die App in einem Land öffnet, in dem Homosexualität gesetzlich verfolgt wird, kann er auswählen, ob er auf Tinder angezeigt werden soll oder nicht. Entscheidet er sich dafür, sein Profil für andere sichtbar zu machen, wird seine sexuelle Orientierung oder Identität auch dann nicht angezeigt, wenn sie eigentlich im Profil hinterlegt ist.

Tinder will Bewusstsein für Gefahren für Homosexuelle schaffen

Man wolle sicherstellen, dass Nutzer sich dort der möglichen Gefahren für die LGBTQ-Community bewusst sind, schreiben die Entwickler auf ihrem Blog. „Damit sie besonders vorsichtig sein können und sich nicht unwissentlich in Gefahr bringen, nur weil sie sie selbst sind.“ LGBTYQ steht für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transexuelle und queere Menschen.

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In Dutzenden Ländern der Welt ist Homosexualität strafbar. Wo Homosexuellen noch Peitschenhiebe und Todesstrafe drohen.

Ein besonderer Aufreger kam im Frühjahr aus Asien: Brunei forderte „Toleranz“ für die Steinigung Homosexueller.

Auch in Deutschland läuft längst noch nicht alles gut – aber man arbeitet an Gegenmaßnahmen: Wie Jens Spahn Konversionstherapien verbieten will.

(dpa/cho)

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