Karten-App

Mit diesen Tipps wird Google Maps im Urlaub zur echten Hilfe

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Berlin.  Google Maps ist im Alltag eine echte Hilfe. Aber auch im Ausland muss man nicht auf sie verzichten. Fünf Tipps für die Karten-App.

Googles Karten-App Maps ist ein Mega-Erfolg. Im vergangenen Jahr vermeldete der Suchmaschinengigant eine Zahl von über einer Milliarde aktiven Nutzern. Da die App mittlerweile das Straßennetz von rund 220 Ländern kennt, kann der Kartendienst auch in den meisten Urlaubsregionen eine große Hilfe sein. Doch nur die Wenigsten wissen, wie sehr Googles Werkzeug seine Anwender im Urlaub unterstützen kann. Fünf Tipps für den Trip.

Karten offline nutzen


Gerade in Städten und auf Straßen im Ausland ist das Smartphone als Stadtplan oder Navigationsgerät äußerst hilfreich. Das Problem: Nicht überall im Ausland können Urlauber auch auf ein dafür notwendiges mobiles Datennetz zugreifen. Oder der Zugriff produziert sehr hohe Extrakosten . Bei Google Maps kann man aber vorsorgen, indem man einzelne Kartenausschnitte auf dem Smartphone speichert.

Dazu tippt man auf das Menüsymbol oben links und dann auf „Offlinekarten“ > „Wähle deine eigene Karte aus“ (Android) oder „Angepasste Karte“ (iOS). Der nun angezeigte blau umrandete Kartenausschnitt kann noch in Größe und Position angepasst werden. Anschließend genügt ein Klick auf „Herunterladen“ (Android) beziehungsweise „Download“ (iOS).

Je nach Ausschnittgröße kann das durchaus einige Dutzend bis einige Hundert Megabyte Speicherplatz auf dem Handy beanspruchen. Dafür werden alle wesentlichen Karteninformationen auf dem Gerät gespeichert, auch die Navigation für Autorouten funktioniert so ohne Netz. Einschränkung: Zusatzinformationen von einzelnen Geschäften oder Sehenswürdigkeiten werden nicht angezeigt.

Standort freigeben

Familien, die beim Einkaufen oder beim Erkunden der Stadt getrennte Wege gehen wollen, können über die Funktion „Standortfreigabe“ wieder zusammenfinden. Ist sie aktiviert, tauchen die Familienmitglieder als kleine Icons auf der Google-Map-Karte auf – natürlich nur, wenn mobile Daten aktiviert sind.

Um den Dienst zu starten, muss über das Menü-Symbol oben rechts der Punkt „Standortfreigabe“ angewählt werden. Hier kann zum Beispiel auch eingestellt werden, wie viele Stunden der Standort geteilt wird, bevor die Freigabe automatisch wieder erlischt.

Routen besser planen


Kerndisziplin von Google Maps ist natürlich die Routenplanung. Doch nur wenige Nutzer kennen die umfangreichen Auswahl- und Informationsmöglichkeiten.

Die Streckenauswahl funktioniert anfangs immer gleich: Zielpunkt in das Suchfeld eingeben oder direkt ein Ziel auf der Karte anwählen und anschließend unten links auf „Route“ tippen. Standardmäßig wird der aktuelle Standort als Startpunkt gewählt, das kann jedoch auch geändert werden. Über die drei Punkte oben rechts fügt man bei Bedarf Zwischenstopps ein oder schließt Autobahnen, Fähren oder Mautstraßen für die Strecke aus.

Unterhalb von Start- und Zielort sieht man anschließend die geschätzte Reisedauer für die jeweiligen Verkehrsmittel. Standardmäßig ist „Auto“ eingestellt, bei Auswahl der entsprechenden Symbole erstellt Google alternativ aber auch Strecken extra fürs Fahrrad oder einen Fußweg. Über das Bahnsymbol wird die günstigste Nahverkehrsverbindung herausgesucht, die winkende Figur liefert Informationen zu Wartezeit und Kosten für Taxi, Uber oder ähnliche Dienste.

Je nach Verkehrsmittel bietet Maps noch weitere Details. Für Autorouten wird etwa mit Farbmarkierungen auf der Stecke der aktuelle Verkehrsfluss angezeigt: Orange markiert zähfließenden Verkehr, Rot Stau. Bei längeren Stauabschnitten zeigt Google sogar, wie viele Minuten dieser zusätzlich kostet. Findet Google Maps schnellere Routen, werden diese auch während der Fahrt als Alternative vorgeschlagen oder die Strecke sogar automatisch angepasst.

Bei Fußwegen oder Fahrradstrecken können Nutzer stattdessen über „Details“ (Android) oder „Schritte“ (iOS) am unteren Bildschirmrand ein Höhenprofil der Strecke einsehen, um etwa starke Steigungen vorab zu erkennen.

Parkplatz merken


Wer in fremden Städten Probleme hat, den Parkplatz wiederzufinden, kann Google Maps zu Hilfe nehmen. Während man noch am Auto steht: Einfach auf den blauen Punkt in der Karte tippen – er markiert den eigenen Standort – und „Als Parkplatz sichern“ (Android) oder „Als Parkplatzstandort festlegen“ (iOS) wählen. Anschließend erscheint an dieser Stelle in der Karte ein kleines „P“. Hat man den Ort auf der Karte nach einigen Stunden aus den Augen verloren, genügt es, einmal weit aus der Karte herauszuzoomen – während die meisten anderen Symbole ausgeblendet werden, bleibt der Parkplatz sichtbar. Bei Android-Geräten kann über das Parkplatzsymbol außerdem ein Timer für die Parkuhr gestellt sowie eine Notiz oder ein Foto hinterlegt werden – etwa mit der Parkplatznummer.

Ausflugsziele finden


Wer in einer fremden Stadt sein Umfeld erkunden will oder nach Orten für ein Mittagessen, einen Nachmittagsausflug oder auch ein Abendprogramm mit Livemusik sucht, kann sich von Google Maps beraten lassen. Direkt nach dem Öffnen der App tippt man auf die „Erkunden“-Karte im unteren Bereich. Hier kann noch die gewünschte Kategorie – etwa „Restaurants“, „Attraktionen“ oder bestimmte Dienstleistungen wie „Geldautomaten“ oder „Apotheken“ – gewählt werden. Neu: Angezeigt werden auch verfügbare Leihräder. Zunächst klappt das nur in etwa zwei Dutzend Metropolen, kündigte Google an.

Will man sich einen Eintrag merken, klappt das über das Icon „Speichern“, mittig rechts auf dem Bildschirm. Die Einträge lassen sich in beliebigen Listen organisieren. Um die Orte später wiederzufinden, tippt man oben rechts auf das Menüsymbol und „Meine Orte“.

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