Immobilie

Den Einbruchschutz finanzieren

An kleineren Maßnahmen kann das Finanzamt beteiligt werden

An kleineren Maßnahmen kann das Finanzamt beteiligt werden

Foto: dpa

Essen.  Wer seine Immobilie gegen Kriminelle absichern will, muss oft tief in die Tasche greifen. Wo Eigentümer Förderung bekommen.

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Sicherheit kostet Geld: Wer seine Haus- oder Wohnungstür einbruchsicher machen möchte, muss bis zu 600 Euro dafür investieren. Sollen zusätzlich auch noch alle Fenster gesichert werden, können schon mal bis zu 5000 Euro fällig werden. Vor so hohen Kosten schrecken manche Eigentümer zurück. Dabei müssen sie die Maßnahmen zum Einbruchschutz nicht komplett alleine finanzieren, denn es gibt Unterstützung.

Erste Anlaufstelle dafür ist die Förderbank KfW. Sie bietet unter anderem einen Kredit in Höhe von maximal 50 000 Euro für all jene, die einbruchsichernd umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen. Der Zinssatz beginnt bei 0,75 Prozent. Bei den Zuschüssen hat die KfW eine Staffelung vorgesehen: Für Investitionen bis zu 1000 Euro gibt es einen Zuschuss in Höhe von 20 Prozent. Darüber hinaus ist der Finanzierungsanteil bis maximal 1600 Euro bei zehn Prozent geblieben.

Anträge vor Beginn des Vorhabens stellen

Bereits mit kleinen Maßnahmen können Einbruchsversuche erheblich erschwert werden. Voraussetzung bei beiden Förderarten ist, dass die Anträge vor Beginn des Vorhabens gestellt werden und nicht erst, wenn die Handwerker schon im Haus sind. Nach Auskunft einer KfW-Sprecherin lag der durchschnittliche Zuschussbetrag 2017 bei 550 Euro. Insgesamt genehmigte die Förderbank im vergangenen Jahr rund 65 100 Anträge auf einen Zuschuss sowie 508 auf einen Kredit.

Eine andere Möglichkeit ist eine Steuererleichterung. Kosten beispielsweise für die Installation einer Gegensprechanlage, den Einbau eines Mehrfachverriegelungssystems oder die Montage einer Videoüberwachung können zumindest teilweise steuerlich geltend gemacht werden, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). 20 Prozent der jeweiligen Anfahrts-, Arbeits-, Maschinen-, Entsorgungs- und Verbrauchsmittelkosten lassen sich absetzen.

Maximal 1200 Euro

Jährlich dürfen allerdings nur maximal 1200 Euro als Handwerkerleistungen geltend gemacht werden. Materialkosten werden nicht berücksichtigt. Deshalb sollten die verschiedenen Kostenarten in der Rechnung unbedingt getrennt ausgewiesen werden, rät die VLH. Wichtig: Wer eine KfWFörderung bekommen hat, kann die steuerliche Förderung nicht zusätzlich in Anspruch nehmen. Der Gesetzgeber will eine Doppelförderung verhindern.

Neben KfW und Steuerbehörden gibt es in einigen Bundesländern zusätzliche Angebote. NordrheinWestfalen vergibt zinsgünstige Kredite bis maximal 25000 Euro pro Wohneinheit. Auf die Höhe der Prämie für die Hausratversicherung wirken sich die Maßnahmen aber in der Regel nicht aus.

Günstigere Police

Die Chance, nach der Anschaffung eines Sicherungssystems eine günstigere Police zu erhalten, sieht eine Sprecherin des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) als eher gering an: „Grundsätzlich entfällt nur ein verhältnismäßig geringer Teil der Gesamtprämie für die Hausratversicherung auf das Risiko Einbruch“, heißt es zur Begründung. Die Höhe der Versicherungsbeiträge liege in der Verantwortung der einzelnen Unternehmen.

>>>> Steuer-Tipp

Prinzipiell können die Aufwendungen für eine Hausratversicherung nicht steuerlich geltend gemacht werden. Diese wertet der Staat nämlich als Sachversicherung, die nicht ausschließlich der Vorsorge dient.

Eine Ausnahme ist, wenn sich im Privathaushalt ein beruflich genutztes Arbeitszimmer befindet. Die Ausgaben für die Hausratversicherung lassen sich dann unter Umständen anteilig als Werbungskosten absetzen.

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