App-Funktionen

Instagram löscht „Stalking“-Feature – und startet Dark Mode

Bei Instagram soll künftig die Privatsphäre der Nutzer besser geschützt werden. Mit der neuen Einstellung soll auch der Akku länger halten.

Bei Instagram soll künftig die Privatsphäre der Nutzer besser geschützt werden. Mit der neuen Einstellung soll auch der Akku länger halten.

Foto: Andrea Warnecke / dpa-tmn

Berlin.  Neue Funktionen bei Instagram sorgen dafür, dass der Akku länger hält, die Augen geschont werden und Nutzer besser geschützt sind.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Instagram erweitert die Funktionen seiner App. Wie immer mehr App-Anbieter bietet nun auch Instagram einen sogenannten Dark Mode an, der Augen und Akku schonen soll. Bei iOS 13 und Android 10, macOS und Windows 10 ist der verdunkelte Hintergrundbildschirm bereits vorinstalliert.

Android-Nutzer mit dem aktuellen Betriebssystem können den Dunkelmodus seit einigen Tagen verwenden. iOS-User mit der aktuellen App-Version 114.0 können ab sofort nachziehen und ebenfalls in den Dark Mode schalten.

Instagram: So stellt man den Dark Mode ein

Einrichten kann man den verdunkelten Hintergrundbildschirm bei iOS unter der Rubrik „Anzeige und Helligkeit“. Android-Nutzer schalten den Modus unter „Einstellungen des Bildschirm“ und der Auswahl „Dunkles Design“ frei. Die Einstellung kann je nach Hersteller variieren. Ist der Dunkelmodus auf dem Handy aktiviert, wird Instagram automatisch umgeschaltet.

Auch die Privatsphäre seiner Nutzer will Instagram künftig besser schützen. Bislang konnte man mit einem Klick auf die „Abonniert“-Seite in der App sehen, welche Beiträge den eigenen Freunden gefallen, was sie kommentiert haben oder welchen neuen Accounts sie folgen. Diese Möglichkeit soll bis Ende der Woche verschwinden, berichtet das US-Tech-Portal „thecrunch.com“.

Instagram löscht „Stalking“-Funktion – das ist der Grund

Doch was steckt hinter dem Aus für den als „Following“ bekannten Feed? Mit der Einführung 2011 ging es zunächst darum den Instagram Nutzern neue, interessante Inhalte zu präsentieren. Und wo sollte man diese besser und leichter finden als bei Freunden, die vielleicht die gleichen Interessen teilen.

Doch spätestens seit es bei Instagram die neue Seite „Suchen und Erforschen“, den sogenannten „Explore“-Feed gibt, ist der „Abonniert“-Button überflüssig geworden. Zumal die Seite missbraucht werden kann, um Nutzern regelrecht nachzuschnüffeln und anhand ihrer Likes und Kommentare ihre Vorlieben herauszufinden.

Mehr zum Thema:

Viele Nutzer kennen „Following“-Feed nicht

Im Alltag sind Instagram-Nutzer mitunter auch genervt, dass sie sich rechtfertigen müssen, nicht oder nicht schnell genug auf eine bestimmte Nachricht im Portal reagiert zu haben. Denn auf der Abonniert-Seite lässt sich immer nachverfolgen, wie viele andere Nachrichten derjenige in der Zwischenzeit beantwortet hat und in welcher Zeitspanne er online war.

Vielen Nutzern dürfte bis heute auch gar nicht klar sein, dass es die „Following“-Funktion gibt und welche zweifelhaften Möglichkeiten sie eröffnet. Nutzern nachstellen kann man bei Freunden und abonnierten Profilen ab Ende der Woche nun nicht mehr. Beim „Explore“-Feed sorgt ein Algorithmus dafür, dass automatisch Beiträge angezeigt werden, die zu den Menschen passen sollen, denen man folgt – oder auch zu den Beiträgen, die einem gefallen.

Weiteres Instagram-Feature soll Konten sicherer machen

Wie Instagram zudem am Mittwoch auf Twitter bekanntgab, wurde ein weitere Sicherheitseinstellung angekündigt. Durch die Funktion sollen Nutzer Phishing-Emails leichter identifizieren können und damit ihr Konto schützen.

In Zukunft wird es bei Instagram deswegen im Bereich Einstellungen und Sicherheit unter dem Punkt zweistufige Authentifizierung die weitere Auswahlmöglichkeit „E-Mails von Instagram“ geben. Dort können die Nutzer einsehen, ob Instagram wirklich eine Nachricht verschickt hat.

Über unseriöse Werbung und Gruppeneinladungen haben sich Instagram-Nutzer schon in den letzten Wochen vermehrt beschwert. Die Werbung kann mitunter sogar gefährlich werden. Auch wer vermeintlich sinnvolle Vorkehrungen getroffen hat, kann von der Welle der Einladungen überrollt werden.

(mir/dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben