Haustiere

Das hilft Hund, Katze und Co. bei tierischer Sommerhitze

Vier Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Hitzschlag bei Hunden

Hunde sind sehr hitzeempfindlich. Steigt ihre Körpertemperatur, ohne dass ein Ausgleich geschaffen werden kann, droht im schlimmsten Fall der Tod. Das sind die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Vierbeiner.

Hunde sind sehr hitzeempfindlich. Steigt ihre Körpertemperatur, ohne dass ein Ausgleich geschaffen werden kann, droht im schlimmsten Fall der Tod. Das sind die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen für den Vierbeiner.

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Berlin  Halter sollten ihren Hunden, Katzen und Kleintieren sommerliche Temperaturen erträglicher machen. Denn schwitzen können sie nicht.

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Ist es draußen heiß , fahren wir an den See. Oder setzen uns mit einem Eis in ein klimatisiertes Büro . Die 43 Millionen Haustiere, die in deutschen Haushalten leben, fahren selten an den See. Sie müssen an warmen Tagen nehmen, was ihre Halter ihnen anbieten. Die Bedürfnisse unterscheiden sich, denn die Katze kann stromern, das Kaninchen sitzt im Stall fest. Der Wellensittich mag die Wärme, der Hund muss dreimal am Tag vor die Tür. Was Halter bei hochsommerlichen Temperaturen beachten können.

• Katze

Das beliebteste Haustier der Deutschen – rund 14 Millionen Tiere in 22 Prozent der Haushalte – ist im Sommer auch das unkomplizierteste. Denn die Katze kann sich frei bewegen. „Sie wird häufig abends aktiv, wenn es kühler ist“, sagt Norbert Holthenrich, Präsident des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands. „Liegt sie tagsüber im Haus herum, ist die Wärme für sie kein Problem.“

Vorausgesetzt, man lässt der Katze Freiräume. „Das Tier muss wählen können“, sagt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Heißt: Badezimmer geöffnet lassen, vielleicht auch die Kellertür. So könne sich die Katze einen kühlen Ort suchen.

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„Schwierig wird es, wenn das Tier diese Möglichkeiten nicht hat und es in der Wohnung sehr warm wird“, sagt Holthenrich. Dann könne man die Katze feucht abreiben.

Obwohl Katzen nicht so viel trinken, sollte bei Hitze auf ausreichend Wasser geachtet werden. „Füttern Halter Feuchtfutter, müssen die Tiere weniger Wasser zusätzlich aufnehmen“, sagt Lea Schmitz, „aber dran denken: Bei Hitze verdirbt Feuchtfutter schneller.“

• Hund

Das A und O: Den Hund bei Hitze nicht im Auto lassen. „Niemals. Das bringt das Tier in Lebensgefahr“, sagt Holthenrich. Da helfe es auch nicht, die Fenster geöffnet zu lassen.

Für die Gassirunden gilt: Lange Spaziergänge auf den Morgen und Abend legen. „Mittags nur eine kurze Runde gehen“, sagt Schmitz, „und Strecken im Schatten wählen.“ Denn nicht nur der Kreislauf der Tiere leidet – für die Pfoten kann der Spaziergang auf heißem Asphalt schmerzhaft sein. Große Anstrengungen, etwa den Hund neben dem Rad laufen lassen, sind bei hohen Temperaturen tabu.

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Wer einen Gassigang in der Hitze nicht verhindern kann, dem rät Norbert Holthenrich zu einer speziellen Wasserflasche für unterwegs, an der auch ein Napf befestigt ist.

Für zu Hause gilt: Wie die Katze muss der Hund wählen können, wo er sich aufhält. Drinnen oder draußen, Sonne oder Schatten. „Am besten hat er einen so großen Wassernapf, dass er die Schnauze ganz reintunken kann“, sagt Holthenrich.

Leidet ein Hund unter der Hitze, hechelt er stark, bekommt einen glasigen Blick, die Farbe der Maulschleimhaut und der Zunge verändert sich, im schlimmsten Fall kommen Erbrechen und Gleichgewichtsstörungen hinzu. Dann sollten Halter sofort zum Tierarzt.

Bei leichter Überhitzung kann man das Tier mit einem feuchten Tuch an Beinen, Pfoten und Kopf kühlen, „aber auf keinen Fall unters kalte Wasser stellen“, sagt Schmitz.

• Kaninchen

Das beliebteste Kleintier der Deutschen hat es schwerer als Hund und Katze – es kann ja nicht weg. Für die Wohnungshaltung gilt: Der Stall sollte nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, also etwa nicht am Fenster platziert sein.

Das gilt auch für Gehege, die draußen stehen. „Oft sind die Dächer mit Bitumen gedeckt, da entwickeln sich bei direkter Sonneneinstrahlung Temperaturen von 50, 60 Grad im Stall“, sagt Holthenrich.

Mobile Freilaufgehege müssen zum Teil im Schatten stehen. Da tut es auch ein Sonnenschirm. „Aber man sollte daran denken, dass die Sonne wandert“, sagt Schmitz. Um den Tieren Abkühlung zu verschaffen, können Halter drinnen wie draußen ein feuchtes Handtuch über den Käfig legen. „Auch kühle Steinplatten oder Sand im Stall können kühlend auf die Tiere wirken“, sagt Schmitz. Tiere, die im Stall im Boden graben können, werden sich in Tunneln oder Gruben selbst Abkühlung verschaffen.

Werden Kaninchen mit viel Frischfutter gefüttert, brauchen sie weniger Wasser. „Bekommen sie aber sonst vor allem Trockenfutter und Heu, sollten Halter die Ernährung nicht abrupt nur wegen der Hitze auf Frischfutter umstellen“, sagt Lea Schmitz. Damit komme ihre Verdauung nicht zurecht.

• Wellensittich und Schildkröte

Beide können mit Hitze gut umgehen. „Die Schildkröte liebt das Sonnenbaden bei 30 Grad“, sagt Hol­thenrich. „Sie braucht das auch für Panzer und Knochen.“ Aber auch sie muss sich abkühlen können, etwa in einem Wassergefäß.

Der Wellensittich stammt ursprünglich aus Australien, auch ihm macht Hitze kaum zu schaffen. Er hat im Sommer ein anderes Pro­blem: Zugluft. „Öffnet der Halter wegen der Hitze die Fenster, und der Käfig steht im Zug, holt sich das Tier schnell eine Erkältung oder Bindehautentzündung“, sagt Holthenrich. Sein Sommer-Tipp für Wellensittichhalter: „Besprühen Sie das Tier mit einer Sprühflasche mit Wasser. Es wird die Flügel ausbreiten und sich seines Lebens freuen.“

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