Varieté

„WunderBar“ - Varieté auf Abstand im GOP

Münster.  Die Tage der Artistik-Abstinenz sind vorüber. Als erste Varieté-Bühne in Deutschland hat das GOP-Theater in Münster wieder geöffnet."

„WunderBar“ - so lautet auch das neue Programm, das am Donnerstag in Münster seine Welt-Uraufführung feierte. Dabei sind die Parallelen zwischen der „WunderBar“ und dem GOP Varieté-Theater unübersehbar.

„Vor vier Wochen wussten wir noch nicht, dass wir hier in Münster wieder starten können,“ erklärt der künstlerische Direktor des GOP, Werner Buss. Sicher, die Idee für „WunderBar“ bestehe schon seit zwei Jahren. An der Geschichte und ihrer Realisierung werde bereits seit Monaten gearbeitet: „Aber dann kam Corona und ab Anfang März standen alle Räder still.“ Niemand habe gewusst, wie es weiter gehen soll.

Aber das Team des GOP habe mit allen Beteiligten für alle GOP Theater einen Plan B entworfen. „Wie können wir es anstellen, dass wir trotz der Pandemie- und der Corona-Auflagen wieder spielen können?“, das sei die zentrale Frage gewesen.

Durchsichtige Trennwände sorgen für Sicherheit

Dank der Techniker, Regisseure und Künstler sei es dann gelungen, ein Konzept zu entwicklen, das nun in Münster als erstes in ganz Deutschland an den Start gehen. Die Zahl der Plätze habe man im GOP Münster von 400 auf 260 zurückgefahren, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Durchsichtige Trennwände - ähnlich denen, die in Fernsehstudios benutzt werden - sorgen für weitere Sicherheit und gleichzeitig für einen freien Blick auf die Bühne. Das tragen eines Mundschutzes auf dem Weg zum und vom Sitzplatz seien ebenso eine Selbstverständlichkeit, wie die Desinfektionseinrichtungen im Foyer und in den Toiletten.

Werner Buss: „Am Anfang war ich skeptisch, dass das funktioniert und die GOP-typische Atmosphäre erhalten bleibt. Aber nun bin ich sicher, wir haben es geschafft.“

„Achtsam – aber nicht ängstlich“

Und diesen subjektiven Eindruck konnte das Prämierenpublikum von „WunderBar“ nur bestätigen. „Einfach phantastisch, wie es hier gelungen ist, Unterhaltung mit Sicherheit zu verbinden“, urteilt Besucherin Jennifer von Glahn. Die Einschränkungen seien minimal und doch effektiv.

„Achtsam – aber nicht ängstlich“, so umschreibt Werner Buss das neue Konzept. Und so können auch die weiteren Gäste des GOP eine „WunderBar“ erleben, die ein Ort der entspannten Begegnung von Publikum, Artisten und Illusionisten ist.

Und so entstehen „kleine Wunder“, eben etwas Wundervolles, bei dem der Bartender auf die Femme fatale, der starke Mann auf die zarte Tänzerin und der rollende Jongleur auf die fliegende Trapezartistin treffen.

„WunderBar“ ist eine Ausnahmeshow in einer Ausnahmesituation, die mit ihrem handverlesenen, internationalen Ensemble ein Ausnahmewohlgefühl von Normalität schafft. „Standing ovations“ waren am Schluss der Premiere das unüberseh- und -hörbare „Dankeschön“ des Publikums nicht nur an die brillanten Artisten, sondern an alle Beteiligten, die diesen „WunderBaren“ Abend ermöglichten.

„WunderBar“ lädt noch bis zum 6. September in das GOP Variete-Theater Münster ein. Weitere Informationen und Buchungen sind im Internet unter www.variete.de oder telefonisch über die Tickethotline 0251 490 90 90 möglich. Übrigens, die „WunderBar“ dürfen auch Kinder besuchen. Und das sogar umsonst, quasi „Kids für nix“. Bis zum 25. Oktober haben alle Kinder bis 14 Jahre in Begleitung eines vollzahlenden Erwachsenen freien Eintritt. Also nix wie hin: In die „WunderBar“.

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