Fernsehen

Wittener stürzt sich in nächstes TV-Abenteuer

Ungefähr soviel Platz wie unter diesem Redaktionstisch, hatte Cedric Browatzki zum Schlafen im Haus. Seine Jacke fungierte als wärmende Decke.

Foto: Barbara Zabka

Ungefähr soviel Platz wie unter diesem Redaktionstisch, hatte Cedric Browatzki zum Schlafen im Haus. Seine Jacke fungierte als wärmende Decke. Foto: Barbara Zabka

Witten.   Cedric Browatzki ist bei „Get the F*uck out of my House“ zu sehen. 100 Bewohner ziehen auf 116-qm zusammen. Zu Mittag gibt’s ein Apfelstückchen.

Ein Haus, 116 Quadratmeter groß, 100 Bewohner – das ist das Konzept der neuen TV-Show „Get the F*ck out of my House“ („Hau aus meinem Haus ab“). Der Wittener Cedric Browatzki war bei dem neuen Fernsehformat mittendrin. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie lange es der 28-Jährige in seinem selbst gewählten Domizil ausgehalten hat, darf er nicht verraten. Schließlich wird die erste Folge der im Mai abgedrehten Show erst nächsten Donnerstag, 4. Januar, ausgestrahlt (20.15 Uhr, Pro7). Soviel sei aber gesagt: Unter klaustrophobischen Angstzuständen leidet der Student auch heute nicht. Im Gegensatz zu einigen anderen Kandidaten.

Anfängliches Chaos im Haus

„Die erste ist schon nach einer Stunde wieder gegangen“, verrät Browatzki. Nicht alle seien mit dem anfänglichen Chaos im Haus klargekommen. Wer mit 100 Fremden in einem für vier Personen ausgelegten Einfamilienhaus zusammengepfercht wird, muss stressresistent sein. „Kissen, Klopapier, Essen – alles war nur für vier Personen vorhanden. Die ersten haben sich beim Einzug gleich etwas geschnappt, um damit zu handeln“, gibt der Wittener einen Einblick in das Seelenleben einiger seiner bunt zusammengewürfelten Mitstreiter.

Browatzki selbst sicherte sich dagegen erst einmal einen feinen Schlafplatz, auf dem Teppich unter einem Tisch – knapp einen Quadratmeter groß. Seine Jacke wurde als Decke, der Pulli als Kopfkissen benutzt. Mehr als Wechselkleidung und einen Kosmetikbeutel durften die Kandidaten nicht in ihre Reisekiste packen. Handys, Zeitschriften, Radios, Fernseher: tabu. Besinnliche Monopoly-Abende: Fehlanzeige. „Mehr als miteinander zu quatschen war eigentlich nicht möglich. Nachher haben wir uns Mensch-ärgere-Dich-nicht aus Kieselsteinen gebastelt.

Der Würfel wurde aus einem Radiergummi ausgeschnitten. Das brachte dann ein wenig Abwechslung rein“, sagt der TV-erfahrene Wittener, der schon bei einigen anderen Fernsehformaten mitmischte.

Körperliche Grenzerfahrungen in der Show

Nie zuvor allerdings machte er bei einer Show körperliche Grenzerfahrungen. Das änderte sich im Haus. Denn auch das Essen war rationiert. Von Geld, das sie in Spielen der Produktionsfirma gewonnen hatten, konnten die Bewohner das Nötigste kaufen, auch Lebensmittel. Ansonsten stand ein streng rationierter Notvorrat an Nüssen, Äpfeln und Kartoffeln zur Verfügung. „Mittags gab’s ein Apfel-Achtel. Als seltene Zwischenmahlzeit mal zwei Gummibärchen. Da hab ich mich gefreut. Trotzdem war man irgendwann nur noch kraftlos“, meint Browatzki, dem die Nahrungsknappheit zu schaffen machte.

Dennoch würde er jederzeit wieder mitmachen: „Ich habe viele coole Leute kennengelernt.“ Wer wissen möchte, ob der Wittener die 100 000 Euro Siegprämie als letzter Bewohner eingesackt hat, sollte am Donnerstag einschalten.

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