Wege zu Telemann

Vielleicht hilft der 250. Todestag das seit seinem Ableben ramponierte Ansehen des als „Vielschreiber“ verschrienen Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann zurechtzurücken. Die Fülle von 3600 hinterlassenen Werken machte den Komponisten vor allem im 19. Jahrhundert verdächtig.Georg Philipp Telemann, 12 Fantasien für Violine solo Unterschätzte Rarität

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Vielleicht hilft der 250. Todestag das seit seinem Ableben ramponierte Ansehen des als „Vielschreiber“ verschrienen Barock-Komponisten Georg Philipp Telemann zurechtzurücken. Die Fülle von 3600 hinterlassenen Werken machte den Komponisten vor allem im 19. Jahrhundert verdächtig.

Eine Chance, das Bild zu überdenken, bieten etwa jene „12 Fantasien für Violine solo“, die Telemann 1735 im Selbstverlag herausgegeben hat. In ihrer rhetorischen Ausdruckskraft sind sie dem „galanten Stil“ der Frühklassik enger verbunden als Werken des Freundes Bach. Thomas Pietsch entfaltet in seiner Neueinspielung mit gestalterischer Fantasie die erstaunlich weite stilistische Tonsprache der auf den ersten Blick unscheinbar anmutenden Werke. Bei jedem der über 40 Sätze stößt man auf Überraschungen, von einer routinierten Massenfabrikation keine Spur.

Georg Philipp Telemann, 12 Fantasien für Violine solo

Thomas Pietsch. 1 CD. Erschienen bei Es-Dur (Edel-Klassik) ES 2071.

Unterschätzte Rarität

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