Show

Voll auf die Trommel: „Kokubu“ kommt wieder in die Region

17 Musiker bilden das Ensemble „Kokubu

17 Musiker bilden das Ensemble „Kokubu

Foto: think tank ART

essen.   Das japanische Trommelensemble „Kokubu“ geht 2020 auf eine weitere große Deutschland-Tour – mit einigen kleinen Neuerungen.

Atemberaubend, spirituell, archaisch, athletisch – diese vier Attribute hat sich das japanische Ensemble „Kokubu“ auf die Fahne geschrieben. 1998 gegründet, reisen die 17 Musiker um Gründer Chiaki Toyama (kl. Foto) mit ihren Taiko-Shows (deutsch für „Trommel“) regelmäßig erfolgreich um die Welt.

Futter für Augen, Ohren und Hirn

Die zweite Deutschland-Tournee im kommenden Jahr steht nicht ohne Grund unter dem Motto „Into The Light“. „Bei uns in Japan verstehen wir das helle Licht als Symbol für Glückseligkeit. Wir wollen, dass die Leute zu unserer Show kommen und es ihnen danach besser geht als vorher“, setzt Toyama das Ziel.

Elf Stücke von je acht bis neun Minuten Länge werden aufgeführt, jedes mit einer anderen Choreographie versehen. Parallel dazu werden Texte auf Leinwänden eingeblendet, die Gästen die japanische Kultur näher bringen. „Für uns ist es wichtig, Entertainment mit Inhalt zu verbinden“, sagt Toyama. Jahrelang erlernen die Musiker ihr Handwerk in einem Dojo („Trainingshalle“) in Osaka. Wer gut genug ist, darf irgendwann vor Live-Publikum auf die Bühne, um dort gewandet in schwarze Kimonos dezente Rhythmen wie gewaltige Krachorkane zu kreieren.

„Kokubu“ erstmals mit Gesang

Dabei unterstützt sie auf der kommenden Tour erstmals ein Shakuhachi-Spieler (Bambuslängsflöte), ein Stück wird sogar – sonst eher untypisch für japanische Taiko-Shows – mit Gesang versehen.

Doch warum eigentlich Trommeln? Chiaki Toyama faszinieren vor allem zwei Dinge: „Zum einen ist es die Schönheit der Herstellung aus Rinderfell, die die Taiko von allen anderen Instrumenten unterscheidet und sehr langlebig macht. Zum anderen ist sie das lauteste Instrument der Welt. Wenn sie erklingt, dann passiert einfach etwas im Publikum.“

Besser keine Ohrenstöpsel tragen

Allen Schallwellen zum Trotz empfiehlt der Taiko-Meister, bei den Shows auf Ohrenstöpsel zu verzichten: „Wir bekommen unsere Auftritte immer so ausgesteuert, dass es nicht zu laut wird. Außerdem ist der pure Klang einfach das Wahre.“ Er muss es ja wissen.

>>>INFO: „Kokubu“ 2020 in der Region

6.3. Wesel (Städtisches Bühnenhaus), 7.3. Essen (Colosseum), 9.3. Köln (Theater am Tanzbrunnen), 10.3. Paderborn (PaderHalle), 11.3. Lüdenscheid (Kulturhaus). Karten ab ca. 38 €.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben