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Die Maker Faire Ruhr bietet wieder Kreatives und Verrücktes

Garantiert selbstgemacht, diese futuristisch aussehende Brille. Auf der Maker Faire Ruhr sind den Kreativen keine Grenzen gesetzt.

Garantiert selbstgemacht, diese futuristisch aussehende Brille. Auf der Maker Faire Ruhr sind den Kreativen keine Grenzen gesetzt.

Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Auf dem Festival zeigen zum vierten Mal Bastler und Tüftler ihre schrägen Ideen in der Dortmunder DASA. Viele Workshops für Kinder.

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Wenn zeitreisende Beamte und Vampirjäger aufeinander treffen und seltsame Dinge aus 3D-Druckern kommen, kann das nur eines bedeuten: Es ist wieder Zeit für die Maker Faire Ruhr – und das schon zum vierten Mal. Fantastisches, Verrücktes, Digitales, so lauten die Zutaten für das weltweit verbreitete Tüftler-Festival, dessen am 23. und 24. März in Dortmund stattfindende Ruhrgebietsausgabe Menschen mit schrägen Ideen aus der Region und Nachbarländern anzieht.

Ob DIY-Blogger oder Amateurfunker, Open-Source-Programmierer oder Experten für optische Täuschungen, Upcycling-Stars oder Steampunk-Spezialisten: In den Hallen der DASA Arbeitswelt Ausstellung präsentieren die Macher, was sie in der heimischen Garage, im Hobbyraum oder im Wohnzimmer alles zustande bringen.

An mehr als 60 Ständen können die Besucher auf Entdeckungsreise gehen und Produktideen aus IT und Design, Hightech und Kunst sowie Do-it-yourself-Projekte bewundern. Ziel der Ausstellung ist es, die Idee des Selbermachens zu stärken – hier stehen Basteln, Erkunden und Experimentieren im Mittelpunkt. Auch Kinder sollen sich auf spielerische Weise für Wissenschaft und Technik begeistern und eigene Ideen entwickeln, ausprobieren ist ausdrücklich erwünscht. Dazu gibt es zahlreiche Workshops und Mitmach-Aktionen – vom Löten über Holzverarbeitung bis zum 3D-Druck.

Alte und neue Kuriositäten

Zu Gast bei der Maker Faire Ruhr sind auch bekannte Akteure der Szene, etwa Upcycling-Spezialist Thomas Zigan von „Tanz auf Ruinen“, der aus alten, scheinbar nutzlosen Dingen wie Tetrapaks oder Kronkorken Neues kreiert, oder die Dortmunder Platzhirsche „Urbanisten“, die seit 2012 Aquaponik (eine Kombination aus Fisch- und Pflanzenzucht in einer geschlossenen Anlage) betreiben.

Neben den lokalen Stars gibt es auf der Maker Faire auch beliebte und bekannte Attraktionen, etwa die niederländischen Maschinen-Umbauer „Abacus Theater“ und den Fotobus „Cliff Mc Laine“ für besondere Selfies von der Ausstellung, Traditionell trifft sich auch die ­Steampunkszene in der DASA. So zeigt etwa der Dampfzirkus Papenburg kuriose Apparaturen wie Fahrzeuge, die bei der Vampirjagd nützlich sein könnten, und auch die zeitreisenden Beamten der Gruppe „Anachronika“ sind zu Gast.

Zum 500. Todestag des Universalgelehrten Leonardo da Vinci hat sich der Zirkus Meer eine besondere Würdigung einfallen lassen – Gäste der Maker Faire dürfen sich auf eine neue Knobelaufgabe aus dem Dunstkreis des Genies freuen. Frauen-Power kommt ebenfalls nicht zu kurz, denn zum ersten Mal sind die „Maker Girls“ aus Königswinter zu Gast auf der Maker Faire und bieten Mitmachprojekte für Kinder an – etwa eine Lötorgel, kreative Musikinstrumente oder Figuren aus Thermoplast.

Für Action sorgt sicherlich der WDR-5-Küchenexperimenteur Sascha Ott mit seinen Versuchen aus allen Bereichen der Naturwissenschaft: Warum fliegt ein Flugzeug? Was passiert in einem Automotor? Auf solche Fragen sucht er Antworten – und bezieht neugierige Kinder gerne in seine Experimente mit ein, indem er sie zum lebenden Stromkreis werden lässt oder mit ihnen austestet, ob Kerzen auch unter Wasser weiterbrennen.

>>>INFO: Maker Faire Ruhr

Maker Faire Ruhr, 23.+24.3., 10-18 Uhr, DASA Arbeitswelt Ausstellung, Friedrich-Henkel-Weg 1, Dortmund. Eintritt: 8 €.Weitere Infos gibt’s im Internet auf www.makerfaire-ruhr.com

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