Zirkusshow

Die Höhner gehen mit Circus Roncalli auf Tournee

Die Show „Funambola“ macht Halt in Leverkusen und Oberhausen.

Die Show „Funambola“ macht Halt in Leverkusen und Oberhausen.

Foto: Roncalli

In der Region.   Die kölsche Kult-Band Höhner und der Circus Roncalli mischen in der Show „Funambola“ Live-Musik und spektakuläre Artistik

Bühnenpause? Brauchen die Höhner nicht, kennen sie vermutlich auch nicht. Jahr für Jahr spielt die Band um Sänger Henning Krautmacher eine dreistellige Anzahl Konzerte in ganz Deutschland. Da sie das aber anscheinend immer noch nicht ganz auslastet, arbeiten die kölschen Schunkel-Rocker seit 2000 erfolgreich mit einer anderen Institution aus der Rheinmetropole zusammen. In Kooperation mit dem Circus Roncalli kommt die aktuelle, sechste „Höhner Rockin’ Roncalli Show“ mit dem Titel „Funambola – Capriolen des Lebens!“ im Frühjahr nach Leverkusen und Oberhausen.

Das Ensemble aus Band und elf Zirkus-Acts widmet sich musikalisch-artistisch den großen und kleinen Gegensätzen des Lebens – natürlich immer passend aufeinander abgestimmt. Wenn zum Beispiel die aus Kenia stammenden Jambo Brothers in irrwitzigem Tempo durch die Luft fliegen, gibt’s dazu fetzigen Rock’n’Roll der Höhner. Bewegt sich die Balance-Künstlerin Marina Sakhokiia hingegen anmutig und nur auf ihren Händen durchs Zelt, schlägt das Musiker-Sextett balladeske Töne an. „Wir präsentieren Lieder, die wir extra für die Show geschrieben haben, aber auch alte Hits“, erklärt Keyboarder Micki Schläger.

Seiltänzer als Leitfigur

Aber natürlich dürfen sich die Zuschauer auch am „Funambolismo“ (italienisch für Seiltanz) erfreuen, schließlich ist der Titel des Programms nicht ohne Grund ausgesucht worden. Den längsten und vielleicht auch spektakulärsten Auftritt aller Artisten legt der Kolumbianer Jose Henry Caycedo (Foto) hin, der sein Handwerk an der renommierten Fratellini-Akademie im französischen Saint-Denis erlernte. In „Funambola“ wirbelt er verkleidet als spitzohriges Fabelwesen durch die Luft.

Seiltanz der etwas anderen Art zeigt hingegen das Duo Chilly & Fly, die eigentlich Alex und Emilie heißen. Er, durch ein an der Taille befestigtes Seil gesichert, wirft sie mehrfach umher, Emilie schlägt Salti, bevor sie sich von ihm wieder auffangen lässt. Das Ganze geschieht in fünf Metern Höhe. Da mag manchem schon mal der Atem stocken.

Geerdeter ist da schon die Vorführung von Mila Roujilo, laut Veranstalter die einzige Frau weltweit, die vor Publikum mit acht Bällen jongliert. Mal sehen, ob die Russin den Höhnern noch was beibringen kann – denn traditionell lassen es sich Krautmacher & Co. nicht nehmen, Teil der einen oder anderen Artisten-Performance zu werden.

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