Kulturpolitik

Scharrenbach: Millionen für Kunst-Ideen zur „Heimat Ruhr“

Ina Scharrenbach

Ina Scharrenbach

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Düsseldorf.  Das NRW-Heimatministerium will 10.000 Künstler befragen. Ziel: Kulturschaffende sollen das Projekt „Heimat Ruhr“ mit konkreten Ideen beflügeln.

„Es ist ein einmaliges Projekt, das wir hier auf den Weg bringen“, sagte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU). Sie spricht von der Aktion „Heimat Ruhr“, für die das Ministerium in den Jahren 2020 und 2021 bis zu drei Millionen Euro zur Verfügung stellt. Das Projekt soll Künstler, Kreative und Kulturschaffende dabei unterstützen, Ideen für mehr Lebensqualität im Ruhrgebiet zu entwickeln und „neue Heimatorte“ zu schaffen, wie es die Ministerin formuliert. „Wenn man von Kunst und Kultur als Treiber des städtischen Wandels spricht, kann man das nicht tun, ohne mit denen zu sprechen, die das produzieren: Die Künstler. Und dort, wo die sich heimisch fühlen, da kann man künstlerische Prozesse besonders gut durchführen. Genau da setzt das Projekt Heimat Ruhr an“, sagte Dieter Gorny vom Europäischen Zentrum für Kreativwirtschaft (ecce).

NRW_Heimatministerin Scharrenbach stellt ihre Aktion „Heimat Ruhr“ vor

Im Zusammenhang mit dem Projekt ist eine Online-Umfrage gestartet, an der rund 10.000 Künstler aus dem Ruhrgebiet teilnehmen sollen. Erhoben werden unter anderem Angaben zur Bedeutung von Heimat für die Befragten sowie Ideen für eine zeitgemäße Weiterentwicklung der Region. Auch konkrete Projektvorstellung können bereits geäußert werden. „Dabei kann es zum Beispiel um die Instandsetzungen von Gebäuden gehen, die für künstlerische Installationen genutzt werden. Wichtig ist: Alles, was gemacht wird, muss auch für die Allgemeinheit zugänglich sein“, so Gorny. Nach Aussage von Projektleiterin Judith Terstriep vom IAT bieten sich für das Projekt unter anderem von der Kirche nicht mehr genutzte Gotteshäuser an. Nachdem erste Orte und Ideen zur Neugestaltung von Flächen, Gebäuden und Treffpunkten in Städten und Gemeinden ermittelt sind, folgt im April 2020 ein Kongress, bei dem die Projekte diskutiert werden. Durchgeführt wird das Konzept vom Institut für Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule (IAT) und dem Europäischen Zentrum für Kreativwirtschaft.

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