Großkonzert

Zu kalt! Verlegtes Großkonzert in Düsseldorf fällt aus

Archivbild. Auch Sängerin Sarah Connor wollte bei dem Großkonzert in der Arena in Düsseldorf auftreten. Nun wurde es definitiv abgesagt, nachdem es im August in den „Spätherbst“ verlegt worden war, ohne konkreten Termin allerdings.

Archivbild. Auch Sängerin Sarah Connor wollte bei dem Großkonzert in der Arena in Düsseldorf auftreten. Nun wurde es definitiv abgesagt, nachdem es im August in den „Spätherbst“ verlegt worden war, ohne konkreten Termin allerdings.

Foto: Axel Heimken / dpa

Düsseldorf.  Das auf den Spätherbst verschobene Großkonzert in Düsseldorf ist abgesagt. Gründe lägen nicht nur in der Corona-Pandemie.

Es sollte auch den zig Tausend Beschäftigten in der Konzertbranche Hoffnung auf eine Beschäftigungsperspektive in Corona-Zeiten geben, doch nun kam die Absage: Das in den Spätherbst verlegte Großkonzert in der Arena in Düsseldorf fällt aus. Das teilte eine Sprecherin von Konzertveranstalter Marek Lieberberg am Dienstag auf Nachfrage mit.

„Wir planen keinen neuen Termin“, sagte die Sprecherin des Veranstaltungsunternehmens Live Nation in Frankfurt/Main. Das umstrittene Großkonzert, bei dem unter anderem Auftritte von Sarah Connor, Bryan Adams, Rea Garvey und der Band The Boss Hoss vorgesehen waren, war ursprünglich für den 4. September geplant - unter besonderen Hygieneauflagen wegen der Corona-Pandemie. Doch das Konzert löste Wirbel aus und wurde letztlich Ende August nach dem Veto von NRW-Gesundheitminister Karl-Josef Laumann auf den Spätherbst verschoben. Lesen Sie hier) Ein konkreter Termin wurde damals jedoch nicht genannt.

Großkonzert bei geöffnetem Dach im Winter nicht zumutbar

Insgesamt 13.000 Zuschauer hätten in der Arena, die eigentlich 54.000 Zuschauer fasst, das Konzert verfolgen sollen - wegen des Schutzes vor Corona zudem bei geöffnetem Dach, erläuterte Live Nation-Sprecherin Katharina Wenisch am Dienstag. „Im Herbst und Winter aber können wir das den Zuschauern nicht zumuten“, sagte Wenisch. Denn die Hygiene-Auflagen sahen unter anderem einen Sitz-Zwang vor. (Mehr Infos lesen Sie hier)

Zudem sehe man bei Live Nation „keine Möglichkeit, unser Hygiene-Konzept noch zu toppen“, wie es für einen erneuten Versuch wohl nötig geworden sei, erklärte Wenisch. Bei Konzertveranstalter Marek Lieberberg seien deshalb inzwischen alle Blicke auf das kommenden Jahr 2021 gerichtet - „und auf die Tourneen, die wir dort planen“, sagte Wenisch.

Lieberberg: 150.000 suspendierte Mitarbeiter in der Konzertbranche

Von den mehr als 7000 bereits verkauften Tickets für das Großkonzert hätten inzwischen alle Käufer ihr Geld zurück erhalten, hieß es bei Live Nation. Ob dieses Konzert Anfang September tatsächlich hatte scheitern müssen, dazu mag man sich beim Veranstalter nicht mehr äußern: „Wir haben alles dazu gesagt“.

Konzertveranstalter Marek Lieberberg hatte bei Bekanntgabe der Verlegung deutlich gemacht, dass in absehbarer Zeit „der Wiedereinstieg in die Live-Musik mit vollen Kapazitäten erfolgen muss“. Nicht nur, weil Fans sich danach sehnten, sondern auch weil laut Lieberberg 150.000 suspendierte Mitarbeiter der Konzertbranche und Zehntausende Künstler darauf, endlich wieder Arbeit zu finden und vor Publikum auftreten zu können. (Mehr Infos hier)

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