World Club Dome - Tag 1

World Club Dome startet mit Party, Beats und Technik-Blackout bei Don Diablo

Jede Menge Effekte hatte die Bühne beim World Club Dome in Düsseldorf zu bieten - auch wenn ein Teil defekt war.

Jede Menge Effekte hatte die Bühne beim World Club Dome in Düsseldorf zu bieten - auch wenn ein Teil defekt war.

Foto: Stefan Arend

Düsseldorf.  Trotz technischer Probleme feierten 30.0000 Elektro-Fans am 1. Tag des World Club Dome zu den pulsierenden Beats von Top-Stars aus der DJ-Szene.

Mit Spannung hatten die Fans elektronischer Musik am Freitag die Premiere der Winter-Ausgabe des World Club Dome in Düsseldorf erwartet. Rund 30.000 Besucher feierten in dem von harten Beats pulsierenden Stadion den ersten von drei Event-Tagen – einige Startschwierigkeiten blieben ihnen allerdings nicht verborgen. So gab es großartige Auftritte von nationalen und internationalen DJ-Stars, bei denen bis zur Erschöpfung gejubelt und getanzt wurde. Technische Probleme trübten allerdings etwas das positive Gesamtbild.

Beheizte Arena erfreut die Besucher des World Club Dome

Der Reihe nach: Anreise, Parkplatzsuche und Einlass gestaltete sich für die meisten Besucher unproblematisch. Dann wurde es etwas komplizierter: Die Winterjacken, die zum Glück in der beheizten Arena nicht nötig waren, konnten in Schließfächern untergebracht werden. Diese mussten vorab oder vor Ort gemietet werden und waren rund um die Arena im Außenbereich postiert. Nach der Nummer- und Code-Ausgabe begann die Suche: Wer die kleinen Wegweiser übersah, musste etwas Zeit investieren. Anstehen mussten die Besucher zudem noch fürs Aufladen der Getränke-Karte und beim speziellen Zugang zum Frontstage warten.

Dann konnte die Party endlich starten. Doch in der Arena des World Club Dome gab es Verwirrung: Statt Lucas & Steve trat als zweiter Act auf der Mainstage Sigma auf. Sie hatten ihre Auftrittszeiten getauscht, was in der von Veranstalter BigCityBeats angepriesenen App nicht verbessert wurde – zum Verdruss von einigen Sigma-Fans, die die britischen Senkrechtstarter prompt verpassten. Darüberhinaus fielen Ungenauigkeiten im Timetable der Mainstage sowie die langen Pausen (teils zehn Minuten) bei den DJ-Wechseln negativ auf.

Blackout beim Auftritt von Don Diablo

Noch länger und damit ein kleines Fiasko war die Pause bei DJ-Weltstar Don Diablo. Bei dem Niederländer versagte die Technik für 15 Minuten mitten im Auftritt. Die gigantische Video-Wand auf der Bühne erholte sich davon auch nicht mehr vollständig, so dass ein Teil der LED-Flächen für den Rest des Abends dunkel blieben. Trotzdem gab die stadionbreite Bühne ein imposantes Bild ab und beeindruckte die Besucher mit Licht- und Pyro-Effekten ein ums andere Mal.

Der Innenraum war ab dem frühen Abend durchgehend gut gefüllt. Sebastian Ingrosso, der für Hardwell (spontane Auszeit vom Tou-Leben) eingesprungen war, sorgte mit seinem EDM-Set für einen der Höhepunkte des World Club Dome. Über seine Zukunft und die Wiedervereinigung der Swedish House Mafia, die 2019 wieder auf Welt-Tournee gehen wird, verlor er diesmal auf der Bühne kein Wort.

Mehr Club-Feeling im Rundlauf als in der Arena

Einen grandiosen Schlusspunkt des ersten Abends setzten „The Chainsmokers“. Sie machten ihrem Ruf als hervorragende Live-Performer alle Ehre und begeisterten mit Schlagzeug-Unterstützung und Gesangseinlagen die WCD-Fans im „größten Club der Welt“ – so das Motto der Veranstalter. Ob in einem so großen Stadion wie in Düsseldorf tatsächlich Club-Feeling entstehen kann – darüber gab es geteilte Meinungen bei den Besuchern. „In einem coolen Club ist es eng und überall hängt Deko – dazu passen die Leere im hinteren Bereich und auf den Stadionrängen nicht wirklich“, meinte Stefan aus Hannover. „Egal - hauptsache gute Musik und gute Stimmung“, sagte Sarah aus Köln.

Wesentlich näher am „Club-Charakter“ war der „Club Circle“ auf den Gängen des Arena-Rundlaufs. Dort wurden sieben kleine Bühnen angesiedelt, bei denen durch die Nähe zwischen DJ und Publikum eine intime Atmosphäre entstehen konnte. Der DJ bekommt jederzeit direktes Feedback auf seinen Sound, in dem er die Reaktionen in den Gesichtern der Besucher sehen kann. Allerdings stimmen im Club Circle die „World Club Dome“ Besucher auch direkt mit den Füßen über den DJ ab. Wenn’s nicht gefällt, geht’s ein paar Meter weiter zur nächsten Bühne. Das hatte zur Folge, dass einige DJs nur vor einem Dutzend Gästen spielten, während sich an anderen Bühnen die Leute drängten und eine echte Club-Atmosphäre entstand.

Franzose Hugel lud zum Verweilen ein

Ein besonderes Händchen dafür hat unter anderem der Franzose Hugel, der mit seinem Remix von „Bella Ciao“ den Sommerhit in Deutschland gelandet hatte. Bei seinem groovigen House-Sound blieben viele Besucher stehen. „Mir ist es egal, ob ich vor 20 Leuten oder auf der Mainstage spiele. Ich möchte einfach Spaß haben und die Leute zum Tanzen bringen“, sagte Hugel kurz vor seinem Auftritt. Die gute Laune und seine positive Einstellung war ihm anschließend anzusehen und übertrug sich prompt auf sein ständig anwachsendes Publikum.

Noch voller war es bei Le Shuuk auf der Deepblue-Stage. Der DJ ist Resident beim World Club Dome und sorgt mit seiner Einhorn-Armee stets für Aufsehen. Am Samstag tritt er um 19.20 Uhr auf der Mainstage auf.

Und so geht es weiter beim World Club Dome:

Höhepunkte und Geheim-Tipps aus dem WCD-Timetable für Samstag:

  • 16:00 Uhr: Alan Fitzpatrick (WCD Poolsessions)
  • 17:55 Uhr: Alle Farben (Mainstage)
  • 20.00 Uhr: Claptone (WCD Poolsessions)
  • 20.45 Uhr: Neelix (Mainstage)
  • 22.00 Uhr: Camelphat (WCD Poolsessions)
  • 23.00 Uhr: Moksi (Destruct)
  • 23.30 Uhr: Nervo (Mainstage)
  • 01.00 Uhr: Dimitri Vegas & Like Mike (Mainstage)

Höhepunkte und Geheim-Tipps aus dem WCD-Timetable für Sonntag:

  • 19.30 Uhr: Jens Lissat (SMAG Live)
  • 19.30 Uhr: Felix Kröcher (WCD Poolsessions)
  • 21.00 Uhr: Black Eyed Peas (Mainstage)
  • 21.00 Uhr: Chocolate Puma (Tante Mia tanzt)
  • 22.30 Uhr: Marshmello (Mainstage)
  • 22.30 Uhr: Boris Brejcha (WCD Poolsessions)
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