Party-Fake

120 Euro für Gigi D’Agostino im Bootshaus Köln - dann kam ein Double

Ein bisschen an den Knöpfen drehen? Das kann auch ein Double von Gigi D'Agostino... - dachte sich ein Veranstalter in Köln.

Ein bisschen an den Knöpfen drehen? Das kann auch ein Double von Gigi D'Agostino... - dachte sich ein Veranstalter in Köln.

Foto: Imago/Archiv

Köln.  Statt Gigi D'Agostino präsentierte ein Veranstalter ein Double im Bootshaus Köln. Doch der Party-Fake flog auf, weil ein Video die Runde machte.

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Wer 120 Euro für ein Ticket hinblättert, sollte eigentlich erwarten können, dass ein Veranstalter alle Versprechen einhält. Für die Aftershow-Party im Rahmen der Digital-Messe Dmexco hatte "Online Marketing Rockstars" (OMR) eine Reihe von "Hitgiganten" in den dafür extra gebuchten Räumlichkeiten im Kölner Club Bootshaus angekündigt.

Dazu gehörten Samy Deluxe, Oli P und Gigi D'Agostino, der in den 90er Jahren einige große Hits wie "The Riddle" hatte. Da das Mashup "In My Mind" des litauischen DJs Dynoro mit der Melodie des D'Agostino-Songs "L’Amour Toujours" gerade bis auf Platz 1 der Deutschen Single Charts gelandet ist, war die Vorfreude bei vielen Musik-Fans auf den Auftritt groß.

Auf Youtube flog der Gigi-Fake auf

Mit Goldkette, Glitzer-Sonnenbrille und in Kapitänsuniform trat dann gegen 2 Uhr nachts auch ein Mann hinter das Bootshaus-Mischpult und spielte die größten Hits von Gigi D'Agostino. Dass es sich aber nicht um das Original handelte, merkten Musik-Kenner spätestens als bei Youtube Videos des Auftritts auftauchten.

Jetzt hat OMR-Gründer Philipp Westermeyer bestätigt, dass es sich lediglich um ein Double gehandelt hat: "Wir dachten dass sei völlig ok, weil die Leute auf der Networking-Party einfach feiern wollten", begründet er in einer Stellungnahme auf Youtube.

120 Euro teure Tickets werden zurückerstattet

Im Nachhinein haben Westermeyer und sein Team den Fehler eingesehen und bitten um Entschuldigung. Man habe unterschätzt, dass sich auch echte Fans um Tickets für Gigi D'Agostino bemüht hätten und jetzt berechtigterweise enttäuscht seien. Wer sich bei der OMR deshalb via Mail meldet, würde den Ticketpreis zurückerstattet bekommen. Bislang haben sich deshalb laut "W&V" aber erst 13 Personen bei Westermeyer gemeldet.

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