Malerei

Leon Löwentraut - Wie ein junger Maler die Kunstwelt erobert

Leon Löwentraut - ein junger Mann erobert die Kunstwelt.

Foto: Silvia Reimann

Leon Löwentraut - ein junger Mann erobert die Kunstwelt. Foto: Silvia Reimann

Düsseldorf.   Der junge Düsseldorfer hat mit seiner Kunst die Szene im Sturm erobert und gehört zu den ganz großen Talenten der Gegenwart. Ein Porträt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Vielleicht liegt es ja auch ein bisschen an seinem Namen: Leon Löwentraut. Wer so heißt, der muss einfach magische Fähigkeiten haben. „Schon als kleines Kind zeichnete er gern und ausdrucksstark“, erinnert sich der stolze Vater. Und weil die Mutter selbst gern malt, wurde der kleine Leon früh gefördert.

Dann ging alles ganz schnell: Ein Onkel bereitete ihm zur Konfirmation eine erste Ausstellung in München vor. Mit 16 Jahren schließlich hatte er die erste internationale Schau. Löwentrauts Bilder hängen nun in New York, London oder Shanghai und erzielen höchste Preise. Jüngst gastierte er in Paris. Ab sofort sind einige seiner Drucke im Düsseldorfer Landtag zu sehen.

Malen mit Musik - wie im Rausch

Die Bilder von Leon Löwentraut sind bunt und machen gute Laune. Stets erkennt man Gegenständliches, oft nur angedeutet oder aus unterschiedlichen Perspektiven. Unserer Redaktion erzählte der junge Düsseldorfer, dass er sich beim Malen wie in einem Rausch befindet: Dann wird mit schnellen Bewegungen Erlebtes und Gefühltes auf die Leinwand gebracht, dazu hört er meist laut Musik. Und manchmal passiert es auch, dass er ein Bild zerstört, und aus der negativen Energie Neues schafft. Oder Liebeskummer: „Dann bin ich besonders kreativ“, sagt er schmunzelnd.

Da klingt er dann wie die ganz großen Künstler der Zunft: Pablo Picasso oder Andy Warhol, die er als Vorbilder nennt. Dennoch: Abgehoben will der 20-Jährige nicht sein. „Ich bin noch so jung und will von anderen Künstlern lernen“, sagt er bescheiden.

Tatsächlich kommt Leon Löwentraut bodenständig, gut erzogen und sympathisch rüber. Er trägt T-Shirt, Hoodie und Jeans mit Riss - was Menschen in diesem Alter halt so tragen.

Selbstredend, dass er auch in der digitalen Welt bestens präsentiert ist: Mehr als 50.000 Menschen folgen ihm auf Instagram, dazu gibt’s die Homepage und die Facebook-Seite. Sicher haben diese Aktivitäten dazu beigetragen, dass der junge Düsseldorfer noch schneller noch bekannter wurde.

Dass seine Bilder inzwischen teils sechsstellige Eurobeträge kosten, freut natürlich auch seine Galerie Geuer und Geuer. Dirk Geuer sagt: „Wir freuen uns sehr über den großen Erfolg von Leon. Sein großes Potenzial wird noch weiter wachsen“, so der Galerist.

Ziele der UNO künstlerisch umgesetzt

Längst gehört Löwentraut zur Düsseldorfer Szene. Man kennt sich, Bussi rechts und links. Sicher ist das auch so, weil die umtriebige Unesco-Sonderbotschafterin Ute Ohoven ihn früh gefördert und vernetzt hat. Sie war es auch, die Löwentraut für die „Stiftung YOU Bildung für Kinder in Not“ begeisterte. Erst kürzlich war Löwentraut in dieser Mission in einem Slum im afrikanischen Senegal unterwegs.

Hier wurde er inspiriert für die wichtigsten 17 Ziele der Vereinten Nationen, die der Maler nun künstlerisch umgesetzt hat. „#Art4Global Goals“ heißt das Ganze: Kunst für die guten Ziele also. Die Kunstdrucke werden nun zugunsten der UN-Aktion verkauft.

Auch Landtagspräsident André Kuper ist von dem jungen Künstler angetan: „Um die Global Goals der Vereinten Nationen in die Herzen der Menschen zu bekommen, ist dieser wohl jüngste Nachwuchskünstler der Gegenwart genau der richtige.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik