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Neuer Actionfilm mit „The Rock“ auf der KinoleinwandNeuer Actionfilm mit „The Rock“ auf der Kinoleinwand

Dwayne Johnson als Will Sawyer und Neve Campbell als Sarah Sawyer im neuem Actionfilm „Skyscraper“

Dwayne Johnson als Will Sawyer und Neve Campbell als Sarah Sawyer im neuem Actionfilm „Skyscraper“

Essen.   Im Film „Skyscraper“ wütet in einem Wolkenkratzer der Superlative ein Feuer. Mittendrin: Dwayne Johnson, der seine Familie retten will.

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Nach einer missglückten Geiselbefreiung schwört der Ex-Soldat und FBI-Einsatzleiter Will Sawyer (Dwayne Johnson) dem geliebten Waffendienst ab. Stattdessen heiratet der nun Unterschenkel-amputierte Hüne die taffe Sarah (Neve Campbell) und zeugt mit ihr zwei Kinder. Jahre später heuert Will als Sicherheitschef im Hongkonger „Pearl“ an, dem neu erbauten höchsten Wolkenkratzer der Welt. Das Herzensprojekt des Milliardärs Zhao Long Ji (Chin Han) ragt 240 Stockwerke gen Himmel, drinnen gibt es einen Wasserfall samt Parkminiatur, ein Spiegelkabinett und allerhand Technikspielereien. Doch als ein Feuer im Gebäude gelegt wird, schwebt Wills Familie in Lebensgefahr. Im Alleingang entert der Anpacker das Gebäude, um seine Liebsten zu retten.

The Rock ist unkaputtbar

Viele, sehr viele Szenen aus „Skyscraper“ von Autor und Regisseur Rawson Marshall Thurber lehnen sich ganz offen den unverwüstlichen Actionklassiker „Stirb langsam“ an. Doch wo John McTiernan 1988 auf die Psychologie des von Bruce Willis gesetzten Helden setzte, treibt Thurber die zitierten Szenen genüsslich auf die Spitze. Das unterhält durchaus, wirkt oft aber zu Spezialeffekt-lastig. Flammen aus dem PC verpuffen rasch und faszinieren ungleich weniger als echtes Feuer. Ganz abgesehen von Ungereimtheiten wie der Frage, warum die Feuerwehr nicht anrückt.

Anders als John McClane steckt Will Sawyer nie wirklich in der Klemme. Derselbe Dwayne „The Rock“ Johnson, der neulich die Zerstörungswut dreier Riesenmonster überlebte (in „Rampage – Big meets Bigger“), wird ja wohl ein halbes Dutzend Gangster schaffen! Und anders als der von Alan Rickman gespielte Hans Gruber aus „Stirb langsam“ bleibt der vom Dänen Roland Møller verkörperte, namenlose Antagonist sehr blass. Er hat einfach kein nachvollziehbares Anliegen, schlimmer noch, sein Plan ist von vorn bis hinten hanebüchen. Mit Ausnahme der Schauspielerin Neve Campbell als Mutter und Ehefrau bleiben die zahlreichen Nebenfiguren zu austauschbar, um ernsthaft mitzureißen.

Locker aus der Hüfte gespielt

Schaut man „Skyscraper“ aber als das, was er sein will, nämlich als einen Actionspaß mit Humor und extra viel Boom-Effekt, unterhält die kurzweilige Story durchaus. Typen wie Will Sawyer spielt Dwayne Johnson locker aus der Hüfte. Gelungen auch die MacGyver-artige Gewitztheit: Statt Schusswaffen benutzt Will im Kampfgeschehen immer wieder seine Unterschenkelprothese oder simples Klebeband, um etwa schwindelerregende Kletterpassagen zu bewältigen. Um daran Freude zu haben, muss das Publikum zwar hier und da ein Auge zudrücken, manchmal alle beide, und diverse Unglaubwürdigkeiten zu übersehen. Gelingt dies, taugt „Skyscraper“ als solides Actionfest mit hochglänzenden Effekten. Und wer die Schlüsselszenen aus „Stirb Langsam“ noch parat hat, kann den Film zusätzlich auf der Metaebene genießen. Allein der Vergleich zwischen den Effekten von 1988 und denen von heute, regt zum Nachdenken über Filmsprache an.

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