Kino

Im Actionfilm „Meg“ wird ein 20-Meter-Hai bissig

Jason Statham bleibt dem Actionfilm-Genre treu.

Foto: Warner Bros. GmbH

Jason Statham bleibt dem Actionfilm-Genre treu.

Berlin.   Der 51-Jährige Jason Statham kämpft in „Meg“ als Taucher Jonas Taylor gegen einen Riesenhai, um die Besatzung eines gesunkenen U-Boots zu retten.

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Auf dem Speiseplan dieses prähistorischen Seeungeheuers stehen unter anderem: ein Militär-U-Boot, ein Riesentintenfisch, eine Wissenschaftscrew, eine Unterwasser-Forschungsstation, zwei Buckelwale, ein paar weitere Tauchboote und ein niedlicher Yorkshire Terrier.

Raubfisch aus der Vergangenheit

Es handelt sich um den größten und gefährlichsten Raubfisch, der jemals die Ozeane bevölkert hat: der Megalodon. Dieser hat nicht nur einen Riesenappetit, sondern auch eine gehörige Knorpelfisch-Wut im Bauch. Denn der eigentlich ausgestorbene, jedoch quicklebendige 20-Meter-Hai wurde von Wissenschaftlern aus seinem Lebensraum im Tiefseegraben aufgescheucht und wütet nun für die Dauer dieses Hai-Actionspektakels durch offenes Gewässer.

Sein Kontrahent: Der Tiefseerettungs-Spezialist Jason Statham (Bild) alias Jonas Taylor. Er ist mit der Bergungsmission eines vom Meg versenkten Unterwasserfahrzeugs betraut. Es ist nicht seine erste Begegnung mit dem Vieh. Bereits fünf Jahre zuvor verlor Taylor bei einem Taucheinsatz zwei Crewmitglieder an den allzu Gefräßigen. An einen Dino-Hai aus grauen Vorzeiten wollte damals keiner glauben. Das rächt sich nun. Zumal die Wissenschaft es wieder einmal nicht sein lassen will, das Habitat einer friedlich vor sich hin lebenden Urzeitgemeinschaft in Ruhe zu lassen.

Dumpfbacken und Hormone

An die Seite gestellt ist Statham ein sympathisches Konsortium international zusammengewürfelter Dumpfbacken, die Meg als Appetithappen dienen. Aus dem Reigen heraus ragt eine: Suyin (Li Bingbing). Die clevere Anpackerin gesellt sich zu Statham. Vielleicht sind es die besonderen Umstände dieses Extremdates, aber zwischen den beiden entwickelt sich eine Anziehungskraft, die Taylor nicht mehr nur Augen für den strammen Meg haben lässt. Gemeinsam rücken sie fortan dem unzweideutig phallischen Riesen-Urzeit-Lümmel zu Leibe.

Zugegebenermaßen ist nicht alles an diesem streckenweise im Trüben fischenden Film geglückt. Aber darum geht es auch gar nicht. Regisseur Jon Turteltaub inszeniert „Meg“ mit ausgesprochen entspanntem Filmemacher-Händchen. Er tut dies selbstironisch, ohne sich in die Höhen des immer noch größten Haifilms aller Zeiten – Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ (1977) – aufzuschwingen.

Turteltaub schreibt seinen „Meg“ viel mehr in die Tradition augenzwinkernder Genre-Filme wie etwa die beliebte „Sharknado“-Reihe ein. Fans solcher Haifisch-Hommagen werden mit Sicherheit auch ihren (Mords-)Spaß am gewitzten „Meg“ haben. Und Tierfreunde dürfen beruhigt sein: Unser kleiner Terrier-Freund kommt am Ende mit dem Leben davon.

USA 2018, 114 Min., R: Jon Turteltaub, D: Jason Statham, Bingbing Li, Rainn Wilson FSK 12, Wertung: 3 von 5 Sternen

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