Kino

Actionsfilm „Rampage - Big Meets Bigger“ ab heute im Kino

Hauptdarsteller Dwayne Johnson alias Davis Okoye mit seinem Freund George

Foto: Warner Bros

Hauptdarsteller Dwayne Johnson alias Davis Okoye mit seinem Freund George Foto: Warner Bros

Berlin.   Die Freundschaft zwischen dem Primatenforscher Davis Okoye und den intelligenten Gorilla George wird auf eine harte Probe gestellt.

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Gentechnologische Experimente an Lebewesen gehen im Kino bekanntermaßen selten richtig gut aus. Der Action-Kracher „Rampage – Big Meets Bigger“ macht da keine Ausnahme. Betrachtet man den Ehrfurcht einflößenden Muskelapparat, den Hauptdarsteller Dwayne Johnson hier einmal wieder spazieren trägt, ist man geneigt anzunehmen, die Wissenschaft habe ihm eine radikale Wachstumskur verpasst – doch weit gefehlt.

Ein paar tierische Vertreter schießen hier noch deutlicher über ihre natürlichen Proportionen hinaus. Die Ursache ist in diesem Film schnell vergessen, sei jedoch der Vollständigkeit halber erwähnt: Wissenschaftler haben ein kompliziertes biochemisches Verfahren entwickelt, um genetisches Material auseinanderzuschnippeln und neu zusammenzusetzen. Aufgrund eines DNA-GAUs kommen dabei heraus: ein Riesengorilla, ein haushoher Wolf und ein dinosauriergroßes Krokodil, das ein bisschen so aussieht, als hätte man im Labor sein Genom mit einem Warzenschwein gekreuzt.

Gemeinsame Vergangenheit

Mit dem Großgorilla George verbindet den brillanten Primatenforscher Davis Okoye (Dwayne Johnson, Foto) eine gemeinsame Vergangenheit. Vor Georges Mutation waren die beiden gute Freunde, denn Okoye befreite ihn einst aus den Fängen grausamer Wilderer, die die Mutter des Affenjungen grausam umgebracht hatten.

Auch jetzt haben die beiden noch eine Verbindung – Okoye und George können sich mittels Zeichensprache miteinander verständigen. Allzu viel Plausch halten können die beiden jedoch nicht. Seit Georges Spontan-Mutation haut der nämlich am liebsten alles kurz und klein.

Sein Riesenkörper weckt darüber hinaus Begehrlichkeiten: Nicht nur das US-Militär ist hinter George her, sondern auch ein fieses Biotechunternehmen, das für all diesen Schlamassel ursächlich verantwortlich ist. Sein hochtrabendes Verfahren sollte der Rüstungsindustrie kampffähige Biomuskelmasse verschaffen. Was ja auch gelungen ist, jedoch mit unkontrollierbaren Folgen. Gorilla, Wolf und Krokodil machen gemeinsame Sache und verwüsten in genüsslicher Eintracht die US-Metropole Chicago. Herkömmliche Waffen können den dreien – ähnlich wie ihrem Mutanten-Genossen Godzilla – nichts anhaben. An die Seite von Johnson gesellt sich daher die Biowissenschaftlerin Kate Caldwell (Naomie Harris). Die beiden müssen einen Weg finden, die Genmutation rückgängig zu machen, um die tobenden Kreaturen in ihren Naturzustand zu versetzen.

Regisseur Brad Peyton und sein Protagonist Johnson lösen publikumswirksam das ein, was ein Film wie „Rampage“ verspricht. Tiefsinnige Meditationen über den menschlichen Zustand im Zeitalter der Biotechnologie zählen nicht dazu. Dafür gibt es gelungene Spezialeffekte, charmanten Witz und einen Hauptdarsteller, der anders als seine muskelbepackten Actionfilm-Vorgänger Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone nicht nur das Muskel-, sondern auch sein Mienenspiel im Griff hat.

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