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Glitzer-Po und bunte Augenbrauen: Die Festival-Trends 2018

Für Festivalbesucher gehört das richtige Outfit zum Erlebnis dazu - am besten bunt und auffällig.

Für Festivalbesucher gehört das richtige Outfit zum Erlebnis dazu - am besten bunt und auffällig.

Foto: Veranstalter

Essen.  Ob Blumenkränze, Glitzer oder Federn: Auf Festivals lassen sich jedes Jahr neue Trends entdecken. Wir zeigen, was dieses Jahr bei Tomorrowland, Parookaville und anderen Events angesagt ist.

Auf Festivals dreht sich längst nicht mehr alles nur um die Konzerte – auch das Drumherum hat sich zu einem wichtigen Bestandteil der Festivalkultur entwickelt. Es gehört für Musikfans inzwischen dazu, sich mit entsprechender Kleidung und Accessoires in Szene zu setzen – und das meist alles andere als dezent. Das Schöne an Festivals ist schließlich, dass der Phantasie der Festivalbesucher fast keine Grenzen gesetzt sind – Hauptsache es macht Spaß.

Auch für Influencer und Trendsetter sind Festivals ein Muss geworden, da sich beispielsweise auf dem amerikanischen Coachella im Frühjahr Modetrends für die ganze Saison etablieren. Was dort getragen wird, findet sich kurz danach auch hierzulande wider. Welche außergewöhnlichen Trends dieses Jahr schon auf den Festivals zu sehen waren und was in diesem Sommer getragen wird, zeigt die folgende Übersicht:

Glitzer-Po

Ob im Gesicht, auf den Armen oder auf den Haaren: Glitzer ist von den Festivals dieser Welt nicht mehr wegzudenken und ist in jedem Jahr auf einem anderen Körperteil zu finden. Nachdem besonders mutige Besucherinnen in der vergangenen Festivalsaison bereits ihr Dekolleté oder ihre Brust mit dem glitzernden Pulver und blinkenden Steinchen verziert haben, ist nun der Po dran.

Die Erfinder dieses Trends sollen sich bei einem Festival in den Sand gesetzt haben und dabei durch die hängen gebliebenen Körnchen am Hinterteil auf die Idee gekommen sein, dass man diese mit Glitzer nachahmen könnte. Auf dem Coachella Festival im Frühjahr gab es bereits einige der funkelnden Hinterteile zu bewundern.

Edelstein-Aufkleber

Bei Festivalbesucher, die auffällige Gesichtsverzierungen mögen, waren die Glitzersteine schon im letzten Jahr beliebt. Die Edelstein-Aufkleber in den verschiedensten Formen und Farben werden dazu über den Brauen oder unter den Augen aufgetragen. Im Gegensatz zu Glitzer haben die kleinen Juwelen für das Gesicht einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen sich leicht wieder entfernen.

Bunte Augenbrauen

Ein weiterer verrückter Trend sind die sogenannten „Dipped Eyebrows“ – also angemalte Augenbrauen, die aussehen als hätte man sie kurz in Farbe getunkt. Dafür wird das Ende der Braue in einer Farbe der Wahl angemalt oder wer es noch auffälliger mag, malt die ganze Braue in Regenbogenfarben oder nimmt Glitzer.

Blumen-Kränze

Blumenkränze sind der Dauerbrenner schlechthin – auch wenn viele immer wieder ihr Ende prophezeien. Der Trend ist inzwischen so etabliert, dass es sogar auf vielen Festivals wie Parookaville Blumenstände gibt, wo Besucher ihre ganz individuellen Kränze aus echten Blumen knüpfen können. Aber egal ob aus frischen Blumen oder Plastikblüten – die Blumenkrone werden sicher so schnell nicht von den Festivals verschwinden und auch in diesem Sommer wieder auf vielen Köpfen zu sehen sein.

Federschmuck und Haarbänder

Winnetou lässt grüßen: Eine Weiterwicklung der Blumenkränze sind Federkränze, die an Indianerschmuck aus alten Westernfilmen erinnern und auch bei männlichen Festivalbesuchern sehr beliebt sind. Schon im vergangen Jahr konnte man beobachten, dass immer mehr Federn die Häupter schmückten. Eine etwas unauffälligere Möglichkeit ist, die Federn locker an das Ende von Haarbändern zu knoten. Dazu passend sind Klamotten aus Jeans oder mit Fransen und Stiefel im Western-Stil angesagt.

Wer Blumen- oder Federkronen leid ist, der kann sich dieses Jahr auch wahlweise Stirnbänder, die an die 70er Jahre erinnern, um den Kopf binden. Die Haarbänder aus Krepp- oder auch Samtstoff konnten schon auf Festivals in diesem Frühjahr bewundert werden und sind die passende Ergänzung zu den beliebten Häkeltops und –kleidern im Hippie-Look.

Geflochtene Zöpfe und Doppel-Dutt

Besonders praktisch bei warmen Wetter ist der auffällige Frisurentrend, bei denen die Haare von oben bis unten eng an den Kopf geflochten werden und damit beim Tanzen nicht im Gesicht stören: Die sogenannten „Boxerbraids “ (engl. für „Boxer-Zöpfe“), die nun nach dem Boxring auch die Festivalgelände erobern.

Auf dem Coachella haben Haarkünstler außerdem kleine Schmuckringe oder Glitzersteine in die geflochtenen Haare eingearbeitet. Zuletzt in den 90er Jahren gesehen, tragen jetzt auch viele Festivalbesucher einen doppelten Dutt auf dem Kopf. Die Frisur bietet sich damit für Festivalgänger an, die im Flechten nicht so bewandert sind.

Farbige Mini-Sonnenbrillen

Auffällige Sonnenbrillen und Festivals gehören seit jeher zusammen. Waren die Brillen in den letzten Jahren vor allem groß und rund, sind sie in dieser Saison klein und eher eckig. Ein Zeichen, dass der 90er-Jahre-Trend jetzt auch bei den Brillengestellen angekommen ist. So erinnern die Accessoires stark an die Sängerin Anastacia, die die schmale Brille schon zu der Zeit zu ihrem Markenzeichen erklärte.

Wie damals sind die Gläser sowie Gestelle nun wieder farbig. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass die winzigen Sonnenbrillen auf der Mitte des Nasenrückens getragen werden. Passend dazu sind auch Brillenketten, wie Großmutter sie früher getragen hat, sehr beliebt bei hippen Brillenträgern.

Bauchtaschen

Lange wurde die Bauchtasche nur von Vorstadteltern getragen und daher von selbsternannten Modeexperten verschmäht. Doch neuerdings feierten die kleinen Hüftbeutel in bunten, glitzernden oder metallischen Farben auch bei Trendsettern ihr Comeback und gehören damit auch in diesem Sommer zur Standardausrüstung für Festivalbesucher

Die kleinen Taschen werden klassisch um die Hüfte oder einmal quer über den Oberkörper getragen - So lassen sich die Nächte auch viel besser, mit den Händen frei, durchtanzen!

Kostüme

Ob als Affe, Einhorn oder Superheld: Abseits der Karnevalsaison hat es sich auf Festivals wie dem Tomorrowland etabliert, dass Besucher sich aufwendig kostümieren. Wer will, kann sich von der Maske bis hin zum Ganzkörperkostüm so richtig austoben. Denn auch hier gilt: Je schräger und auffälliger, desto besser.

Gummistiefel und Regenmäntel

Gummistiefel und Regenmäntel sind zwar nicht neu, doch gerade bei dem unberechenbaren Sommerwetter hierzulande, kommen sie wohl nie aus der Festivalmode. Und besonders in diesem Jahr, sind sie angesagt wie selten zuvor.

Schließlich haben sie sogar Ende letzten Jahres den Sprung vom Festivalgelände auf die Laufstege dieser Welt geschafft - und sind damit das beste Beispiel dafür, welchen Einfluss Festivaltrends haben können.