Kult-Truppe

Geierabend präsentiert einen Abgesang auf Bergbau und Umwelt

Lustiges und Lästerliches aus der Lore: Martin Kaysh als „Steiger“ beim neuen Geierabend-Programm.

Foto: MATTHIAS GRABEN

Lustiges und Lästerliches aus der Lore: Martin Kaysh als „Steiger“ beim neuen Geierabend-Programm. Foto: MATTHIAS GRABEN

Dortmund.   Ein bunter Mix aus Kabarett, Comedy und Karneval: Die Premiere des neuen Geierabend-Programms „Bye, bye Bottrop“ wurde mit viel Applaus belohnt.

Mit dem Titellied des aktuellen Programms „Bye, bye Bottrop“ intoniert das Ensemble des Geierabends einen Abgesang auf Bergbau und Umwelt. Dennoch besteht Hoffnung: Nach zweimal 90 Minuten buntem Mix aus Kabarett, Comedy und Karneval werden die „Geier“ bei der Premiere am Donnerstag auf Zeche Zollern Minuten lang stehend gefeiert.

Gekleidet in glitzernde Fracks mit Zylindern singen Hans Martin Eickmann, Murat Kayı, Martin Kaysh, Hans-Peter Krüger, Roman Henri Marczewski, Franziska Mense-Moritz, Martin F. Risse und San­dra Schmitz über die Pütt-Zeit, die 2018 mit der Schicht am Schacht in Bottrop zu Ende geht. Doch der „Pott“, so die Hoffnung, werde wieder vereint. So vereint, wie die „Geier“ mit typischer Revier-Zunge gegen Kommerz, Umweltverschmutzung und die Mächtigen der Welt anspielen und antanzen. Etwa beim „Pas de Doof“, bei dem sich Risse und Kayı als US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping gegenseitig ausheben.

Trump tanzt mit Xi Jinping

Letztmalig unter der Regie von Günter Rückert sind „Die Zwei vonne Südtribüne“ zu sehen. Franziska Mense-Moritz, die den Abend mit gebrochenem Wadenbein absolvierte, wird nach dieser Session nicht mehr als „Immi“ auf der Bühne stehen. Gemeinsam mit Hans Martin Eickmann spießte sie die „Bandenwerbung, an denen die Banden werben“ im Fußball auf. Verkauft werde auch die Umwelt, sagen zwei vom Verband der Automobilindustrie (VDA), dessen Kürzel nach dem Diesel-Skandal für „Verarsche deutscher Autofahrer“ steht. Aber selbst für das Dortmunder Skandal-Hochhaus „Hannibal“ gibt es Hoffnung. „Nazis sind hohl, Hannibal ist leer“, so Martin Kaysh. Da könnten sie in den aus Brandschutzgründen gesperrten Bau einziehen: „Die zündeln doch gerne!“

Für den Pannekopp-Orden 2018 sind die „Lit.Cologne“, die das Ruhrgebiet alphabetisieren wolle, und Ministerpräsident Armin Laschet nominiert, der trotz maroder Sportstätten Olympia ins Ruhrgebiet holen möchte. Die erste Tagesabstimmung gewann Laschet klar. Der 28 Kilogramm schwere Orden wird am 13. Februar vergeben. Ob er dann erstmals abgeholt wird?

Die Eckdaten im Überblick

Bis 13. Februar auf Zeche Zollern in Dortmund, Grubenweg 5. Karten zu 37 / 20,90 Euro in unseren Leserläden und unter www.geierabend.de. WDR 5 zeichnet den Geierabend auf. Sendezeit: 10. u. 13. Februar ab 20.05 bzw. 21.05 Uhr.

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