Konzert

Wenig Glamour, viel Gefühl – Max Mutzke kommt in die Region

Max Mutzke ist mehr als nur ein Castingshow-Fabrikat. Der Sänger und Liederschreiber ist auch 13 Jahre später von der Bühne nicht mehr wegzudenken.

Foto: 2017 Soulkitchen GmbH

Max Mutzke ist mehr als nur ein Castingshow-Fabrikat. Der Sänger und Liederschreiber ist auch 13 Jahre später von der Bühne nicht mehr wegzudenken. Foto: 2017 Soulkitchen GmbH

Duisburg.   Seine Soulstimme sicherte dem unscheinbaren Sänger den Sieg in der Casting-Show von Stefan Raab und einen Auftritt beim Eurovision Song Contest. Auch heute braucht Max Mutzke auf der Bühne nicht viel mehr.

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Einst war Max Mutzke nur der Zögling von Entertainer Stefan Raab, nachdem der Musiker die Castingshow „Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“ für sich entscheiden konnte. Anschließend belegte das als Maximilian Nepomuk Mutzke geborene Gesangstalent beim Eurovision Song Contest 2004 in Istanbul sogar einen in diesen Zeiten mehr als passablen achten Platz. Setzte sich im Vorentscheid gegen damalige Branchen-Größen wie Laith Al-Deen und Scooter durch.

Spätestens da war auch dem letzten Hörer seichter Chartsmusik klar: Max Mutzke, der unscheinbare Kerl mit Schiebermütze und eindringlicher Soul-Stimme, kann aus der Talentschmiede des „TV Total“-Moderators ausbrechen und sein eigenes Ding machen. Kein Wunder, denn der ESC-Teilnehmer hat die Musik nicht erst dank unterhaltendem TV-Format für sich entdeckt. Bereits als kleiner Junge entwickelte Mutzke ein Faible für Funk und Jazz, spielte später in der Funk-Formation Project Five und nahm mit der Gruppe seine erste CD auf.

Kein „One-Hit-Wonder“

Nach der ESC-Teilnahme ging es für den zurückhaltenden Sänger weiter bergauf. Es folgten zahlreiche Konzerte, 2007 spielte er im Vorprogramm der britischen Sängerin Katie Melua. Seine Songs schrieb Mutzke fortan größtenteils selbst und erfand sich dabei immer wieder neu – vom in der Popmusik bekannten „One-Hit-Wonder“ konnte nie die Rede sein.

Und so ist der 36-Jährige heute, 13 Jahre später, über seinen Karriere-Starter „Can’t Wait Until Tonight“ hinausgewachsen. Mittlerweile singt er größtenteils auf Deutsch. Die Mütze trägt er noch immer, die unscheinbare Aufmachung samt Schlabberpulli hat er gegen modische Anzüge eingetauscht. Und nicht nur deswegen ist Mutzke von der Bühne nicht mehr wegzudenken.

Mix aus Pop, Soul und Funk

Der Sänger spielte im Herbst 2015 eine fast restlos ausverkaufte Tournee und sorgte auch in diesem Jahr mit seinem energiegeladenen Auftreten für frenetischen Applaus unter seinen Fans. Und auch auf seiner diesjährigen Konzertreise besticht der Interpret auf der Bühne mit wenig Glamour, aber umso mehr mit Gefühl. Halt macht er samt Band dabei auch in Duisburg.

Im Theater am Marientor steht Mutzkes siebtes Studioalbum „MAX“ im Vordergrund. Nach einer Exkursion in die Welt des Jazz, konzentrierte sich Mutzke wieder auf einen stimmungsvollen Mix aus Pop, Soul und Funk – mit Lieder auf Deutsch und Englisch. Und auch sein gefeierter Nummer-eins-Hit „Can’t Wait Until Tonight“ darf trotz Castingshow-Vorgeschichte sicher nicht fehlen.

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