Petzl Rope-Wettbewerb

Weltbeste Kletterer schweben im Landschaftspark in Duisburg

Hoch über den Hochofen des Landschaftspark suchten die Industriekletterer aus aller Welt ihre besten Könner.

Hoch über den Hochofen des Landschaftspark suchten die Industriekletterer aus aller Welt ihre besten Könner.

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Ser

Duisburg.   Adrenalin pur: Im Landschaftspark Nord traf sich am Wochenende die Elite der Industrieklettterer. 40 Teams bewältigten Aufgaben in luftiger Höhe.

Höher, schneller und steiler: 150 Industriekletterer aus der ganzen Welt haben beim „Petzl Ropetrip“ im Landschaftspark Nord um den Sieg gekämpft. 40 Teams mit je drei Teilnehmern waren beim dreitägigen Wettbewerb der weltbesten Kletterer dabei, der in schon Frankreich, Schweden und Amerika stattfand.

An der Wand des Klettergartens

Weit oben an einer Wand im Klettergarten des Landschaftsparks schwebt Julia an Seilen in der Luft. Sie zieht an einigen weiteren Leinen, um so einen Eimer voller Steine genau über eine Kiste zu positionieren. Ihr Teamkollege gibt der Schweizerin von unten Anweisungen. Dann, mit einem Ruck, zieht Julia ein Seil, der Eimer dreht sich um und dutzende Steine fallen in die Kiste. Lauter Jubel und Applaus bei den Teamkollegen und den Konkurrenten. Wieder haben die Profi-Kletterer eine weitere Aufgabe erfolgreich gemeistert.

Die meisten Aufgaben ähneln alltäglichen Situationen von Industriekletterern. So ist die Übung mit der Positionierung des Eimers ein Vergleich zu Konzerthallen, in denen die Lautsprecher und Boxen ebenfalls genaustens angebracht werden müssen. Neben Genauigkeit und Sicherheit müssen die Teilnehmer auch die Zeit im Auge behalten. „Am Ende hatte ich nur noch 30 Sekunden“, sagt Julia, die einige Schürfwunden davongetragen hat.

Schwierige Aufgabe mit Wassereimer

Aber die größte Herausforderung war für sie das sogenannte „Water Bucket Race“. In schwindelerregender Höhe müssen die Teilnehmer auf dem Hochofen mit einem gefüllten Wassereimer an einem Seil aufsteigen, über Rohre balancieren und Seile wechseln.

„Das gehört zwar zu den Grundlagen, aber mit dem Eimer ist das umso schwieriger“, findet Florian Igelbrink aus Team „Fin Ger“. Grobe Fehler werden mit Punktabzug bestraft. Dabei müssen die Teilnehmer noch die Zeit beachten. 30 Minuten haben sie nur, um das Ziel mit möglichst viel Wasser im Eimer zu erreichen. „Das war wirklich sehr knapp bei uns“, sagt Florian Igelbrink, der knapp 27 Minuten gebraucht hat.

Spektakulär sieht es auch in der Gießhalle aus. An der Decke hängen selbstgebaute Billardtische. Kletterer haben sich ebenfalls abgeseilt und versuchen nun fünf Pucks in die Löcher zu versenken. Geschicklichkeit und Schnelligkeit ist hier gefragt, denn die Zeit ist wieder begrenzt und die Schiedsrichter sind streng. Einer der Profis schwebt sogar komplett über dem Billardtisch. „Das habe ich so auch noch nicht gesehen“, meint Lucie Eagles.

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