Festival

„New Fall Festival“ Ende Oktober schon zum achten Mal

Die NDW-Pioniere: Der Plan.

Die NDW-Pioniere: Der Plan.

Foto: Oliver Schultz Berndt

Düsseldorf.   Alles neu macht der Herbst: Anspruchsvolle Musik in konzertuntypischen Locations - dafür steht das Düsseldorfer Festival.

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Nein, der Herbst ist ganz und gar nicht die klassische Festivalzeit. Bei trüb-grauem Himmel, Regen und Kälte kommt im Regelfall selbst bei hartgesottenen Musikliebhabern keine ausgelassene Stimmung auf. Dass ein Herbst-Festival allerdings in verschiedenen geschlossenen Locations innerhalb einer Stadt gut funktionieren könnte, ahnte Veranstalter Hamed Shahi und gründete 2011 das „New Fall (dt.: „neuer Herbst“) Festival“.

Bei der achten Auflage stehen zwischen dem 25. und 28. Oktober dreizehn Konzerte an sechs verschiedenen Spielorten auf dem Programm. Zugegeben, die ganz großen Namen wie Gentleman (2011), Olli Schulz (2015) oder Tom Odell (2017) fehlen diesmal genauso wie Auftritte in der Tonhalle, die aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden konnten. Für Qualität bürgt das Line-up natürlich trotzdem. „Es ist ein facettenreiches Programm mit vielen spannenden Acts“, ist Shahi überzeugt.

Die Künstlerauswahl ist international, doch auch an Lokalkolorit mangelt es nicht. Bereits am ersten Abend treten die NDW-Pioniere Der Plan (gr. Foto) rund um die Fehlfarben-Mitglieder Frank Fenstermacher und Kurt „Pyrolator“ Dahlke im Weltkunstzimmer auf (20 Uhr). Die Düsseldorfer spielen u.a. legendäre Früh-80er-NDW-Hits wie „Da vorne steht ‘ne Ampel“ und neue Stücke vom 2017er-Album „Unkapitulierbar“.

Stuttgarter Szenehelden

Stilistisch völlig anders, aber nicht weniger mitreißend kommt die Musik von Die Nerven daher. Insbesondere für ihr im April erschienenes viertes Album „Fake“ heimsten die Stuttgarter zahlreiche Lobeshymnen von Fans und Kritikern ein. Den zackigen Post-Punk-Sound gibt’s am ersten Festivaltag im Bachsaal der Johanneskirche (21 Uhr) zu hören.

Wer hingegen mehr dem Sprechgesang zugetan ist, kommt bei Yuno auf seine Kosten (26.10., Pong im NRW-Forum, 22 Uhr). Der Künstler aus Jacksonville im US-Bundesstaat Florida wuchs dank seines jamaikanischen Elternhauses mit Reggae, R’n’B und Ska auf, verbrachte aber den Großteil seiner Freizeit im Skatepark und kam dort mit Rap und Punkrock in Kontakt. Das Beste aus allen Genres kombiniert der 27-Jährige in „eingängigen, genial seltsamen Songs, die eine verführerische Magie verströmen“, sagt Shahi.

Zum krönenden Abschluss am Sonntag (19 Uhr, Capitol Club) darf dann das „Enfant terrible“ des deutschen New Wave aufspielen. Max Gruber, besser bekannt unter seinem Pseudonym Drangsal, darf sich im Hinblick auf seine Deutschland-Tournee im Spätherbst schon jetzt auf einige ausverkaufte Clubs freuen.

Wer beispielsweise für die Show im Kölner Gloria keine Tickets mehr ergattern konnte, bekommt beim New Fall schon fünf Wochen vorher die Gelegenheit, dem liebenswürdigen Großmaul aus der Pfalz beim Spielen von Indie-Hits wie „Allan Align“, „Love Me Or Leave Me Alone“ oder „Turmbau zu Babel“ zuzuhören. Genug Gelegenheiten also, sich wie auf einem Sommerfestival zu fühlen.

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