Geniessen

Gesunde Lebensmittel kombinieren in einer „Bowl“

In Schale geworfen, eine Bowl mit gesunden Lebensmitteln.

In Schale geworfen, eine Bowl mit gesunden Lebensmitteln.

Foto: Foxys_forest_manufacture

Hamm.   Früher Trennkost, heute Trendkost: Bowls mit Salat, Gemüse & Co. sind die aktuellen Lieblinge bei allen, die sich gern gesund ernähren.

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Beim Thema gesundes Essen spielt Trendforscher Eike Wenzel mit den Worten: „Früher war es Trennkost, heute ist es Trendkost.“ Hinter der Pointe steckt ein wahrer Kern, denn das Interesse an gesunder, naturnaher Ernährung ist groß. Ernährungstrends wie der Veganismus oder die Paleoküche, bei der nur möglichst unverarbeitete Lebensmittel verwendet werden, sind buchstäblich in aller Munde.

Instagramtaugliche Motive

Und wenn es ein Gericht gibt, das diesen Zeitgeist ganz wunderbar auf einen Teller packt, dann ist das die sogenannte „Bowl“ (häufig auch Rainbow- oder Buddha-Bowl genannt): eine Schüssel, in der vor allem gesunde Lebensmittel mit unterschiedlichen Aromen und Texturen kombiniert werden.

Alex Wahi, Event- und Fernsehkoch aus Hamm, hat seine ganz eigene, süffisante Sicht auf Trendgerichte wie die Bowl: „Ein wenig Honig drauf und einen Instagram-Filter, schon schmeckt es lecker.“ Und tatsächlich wurde unser Essen nie so oft fotografiert wie heute. Diese dann in den sozialen Medien geteilten Bilder sollen zweierlei erzählen: Ich lasse es mir gut gehen und ich weiß, was mir guttut.

Wahi hat dabei eine neue Generation der Genussmenschen ausgemacht. „In den klassischen Kochshows im Fernsehen wurden aufwendige Menüs mit komplizierten Küchentechniken gekocht. Die neuen Gourmets erwarten von ihrem Essen, dass es schnell geht.“ Auch deshalb, so der Kochprofi, sei die Bowl ein Phänomen, das vor allem in den Großstädten aufgetischt wird. Die Schüssel Buntes hat gleich mehrere Asse im Ärmel. Zum einen sind Bowls tatsächlich ernährungsphysiologisch empfehlenswert, weil sie zumeist mit wenig Kohlehydraten auskommen und vitamin- und nährstoffreiche Produkte verwendet werden. Zudem ist das Löffeln aller Zutaten aus einer Schüssel herrlich bequem. Dazu kommt, dass sich Bowls quasi unendlich kombinieren lassen – und es gibt sie in vielen regional- und landestypischen Aromen. Der neueste Bowl-Trend kommt gerade aus Hawaii nach Deutschland: In der Poke-Bowl wird kalt marinierter Fisch, wie man ihn aus der südamerikanischen Ceviche kennt, mit Grünzeug kombiniert.

Grillgemüse, Flanksteak, Kräuter

Aber auch das typische Grillgemüse der türkischen oder libanesischen Küche macht sich gut in der bunten Schüssel. Und die asiatische Küche passt sowieso besser in die gut durchmischte Bowl als auf den hierzulande gewohnten Teller. Und wem der Sinn nach Fleisch steht, der richtet ein rosig angebratenes, in Streifen geschnittenes Flanksteak auf einem bunten Querschnitt aus dem hiesigen Gemüse- und Kräutergarten an.

Ginge es nach Alex Wahi, wäre die Bowl ein Pflichtprogramm in den Kantinen und bei Schulessen: „Eine Bowl ist schnell gemacht und trotzdem frisch.“ Und frisches Essen ist nun einmal das Beste.

Aller guten Dinge sind fünf

Der Zubereitung der bunten Bowls sind keine Grenzen gesetzt. Damit das zusammengewürfelte Essen allerdings seinen gesunden und nährstoffreichen Charakter beibehält, sollte eine Faustregel beachtet werden: Fünf Komponenten machen das vielseitige Gericht nämlich aus.

Kohlehydrate, bestenfalls glutenfrei, sind die Basis und machen gut ein Viertel des Schüsselinhalts aus. Dazu gehören u.a. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Naturreis, Getreide und Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa und Amaranth.

Proteine nehmen rund ein weiteres Viertel ein. Zuden eiweißhaltigen Lebensmitteln, die sich gut neben dem bunten Allerlei machen, zählen neben Fisch und Fleisch u.a. Kichererbsen, Linsen, Sojaprodukte, Eier und Bohnen.

Fette, natürlich die gesunden, komplettieren die Bowl. Als Quelle dienen Avocados, Nüsse, Kerne, Samen und native Pflanzenöle.

Gemüse darf ebenfalls nicht fehlen. Ein Viertel wird mit einer oder mehreren Sorten aufgefüllt. Ob Blumenkohl, Brokkoli, Pilze, Zucchini, Rote Bete, Tomaten und, und, und. Ob gedünstet, gebraten, gekocht oder roh, ist ganz egal.

Toppings in Form von Dressings, Vinaigretten, Körnern oder Samen verleihen der gesunden Mahlzeit den letzten Schliff.

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