Konzert

Weihnachtsmusical von Michael Wurst berührt die Bochumer

Mit einer spektakulären Lichter-Show präsentieren Michael Wurst und Kollegen die Geschichte vom kleinen Engel in der Christuskirche in Linden.

Foto: Dietmar Wäsche

Mit einer spektakulären Lichter-Show präsentieren Michael Wurst und Kollegen die Geschichte vom kleinen Engel in der Christuskirche in Linden. Foto: Dietmar Wäsche

Linden.   Michael Wurst führt seine Geschichte von Schutzengel Rudy erstmals in der Christuskirche in Linden auf. Mit dabei sind auch viele alte Bekannte.

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„Kleiner Engel. Rette mich“ ist eine Weihnachtsgeschichte über Liebe, Zorn, den Tod und das Leben, rund um den Schutzengel Rudy und die irdische Protagonistin Josy Berger. Schon seit 2009 sind einige der Hauptfiguren dabei. „Die Story ist eher Star Wars als Herr der Ringe“, lacht der Musiker und VfL-Stadionsprecher Michael Wurst.

Es gibt keine Verständnisprobleme, wenn man erst das erste Mal dabei ist. Wurst schreibt das Stück von Anfang an selbst. „Ich bin ein absoluter Weihnachtsfreak“, sagt er, „ich liebe diese Jahreszeit einfach.“ Um andere damit anzustecken, hat er den kleinen Engel erschaffen. Vor fast neun Jahren. „Ich wollte was Außergewöhnliches machen, kein herkömmliches Weihnachtskonzert.“

Mix aus Lesung und Konzert

Das hat er geschafft. Der „Kleine Engel“ ist kein Theater, kein Musical, sondern eher eine Mischung aus Lesung und Konzert. Die Geschichte wird vorgetragen von Ansgar Borgmann. Der Radiomoderator wechselt sich mit den Musikern ab, interagiert auch mit ihnen.

Außer Michael Wurst steht seine Band „The Tweens“ auf der Bühne. Zusätzlich gibt es kürzere Gastauftritte: Die Tochter eines Bandmitglieds singt ein polnisches Weihnachtslied, Borgmanns Sohn setzt sich hinter das Schlagzeug und gibt ein Solo zum Besten und auch der Pfarrer der evangelischen Gemeinde begeistert die Menge mit seinen Gitarrenriffs bei Leonard Cohens „Halleluja“.

Auch der verstorbene Bud Spencer ist als Schutzengel "mit dabei"

Die Geschichte rückt dabei zeitweise in den Hintergrund und bleibt ein wenig oberflächlich und durchschaubar. Obwohl die Ansätze und der Bezug zu aktuellen Ereignissen gut sind. Der 2016 verstorbene Schauspieler Bud Spencer, beispielsweise, tritt als Schutzengel „Bud“ auf und versucht, zusammen mit anderen Engeln Josy zu retten, die mit zwei kleineren Kindern durch ein Erdbeben unter einem Kaufhaus verschüttet ist.

Aber Bud ist nicht der einzige Star, der mitspielt. Es gibt unter anderem Songs von Chester Bennington, Prince und Elvis zu hören. Alle sind mittlerweile verstorben. Ihre Bilder werden an eine Wand in der Kirche geworfen. Die Stimmung in der Kirche verändert sich von Song zu Song. Mal werden Lieder lauthals mitgesungen, manchmal ist es fast andächtig still.

Klassische Weihnachtslieder poppig vorgetragen

Das Publikum war begeistert. Barbara Tüselmann aus Stiepel: „Ich fand besonders gut, dass die klassischen Weihnachtslieder so poppig vorgetragen wurden“. Ihr Mann Ralf: „Das Stück war insgesamt sehr kurzweilig, aber wir saßen relativ weit hinten. Der Gesang war deshalb zum Teil schwer zu verstehen.“

„Ich möchte die Leute berühren und zum Nachdenken anregen“, erklärt Michael Wurst. Das soll auch im nächsten Jahr wieder passieren. Die Ideen dazu sind bereits in seinem Kopf: „Die Geschichte entsteht über das ganze Jahr hinweg verteilt.“

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