Landschaftspark

Entdeckungstour durch einmalige Duisburger Parklandschaft

Auch von oben faszinierend: Das ehemalige Thyssen-Hüttenwerk, in dem früher eine Vielzahl von Eisensorten hergestellt wurde, und der sie heute umgebende Park.

Auch von oben faszinierend: Das ehemalige Thyssen-Hüttenwerk, in dem früher eine Vielzahl von Eisensorten hergestellt wurde, und der sie heute umgebende Park.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Im Landschaftspark Nord entdecken Besucher das stillgelegte Hochofenwerk Meiderich und können dem „Weg des Eisens“ folgen.

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Im Landschaftspark Duisburg-Nord verbinden sich auf einer rund 180 Hektar großen Fläche Industriekultur, Natur und ein faszinierendes Lichtspektakel zu einer weltweit nahezu einmaligen Parklandschaft. Im Zentrum steht das stillgelegte Thyssen-Hochofenwerk Meiderich. Von 1901 bis 1985 wurde hier Roheisen für die Stahlindustrie produziert.

Am Samstag, 16. Juni, können Besucher das stillgelegte Hüttenwerk als lebendiges Industriedenkmal erleben. Mit seinen drei in der Reihe stehenden Hochöfen, den Bunkeranlagen, Schrägaufzügen und Gießhallen vermittelt der Landschaftspark das traditionelle Bild einer Hochofenanlage der Jahrhundertwende.

Von der Anlieferung bis zu Abfuhr

Auf einzigartige Weise haben Besucher die Möglichkeit, den Produktionsvorgang des Roheisens kennenzulernen – von der Rohstoffanlieferung bis zur Abfuhr. Insbesondere im Hochofen 5 wird die Produktionskette eines Hüttenwerks bildhaft und real. Bei zwei Führungen, die heute um 14 und 16 Uhr beginnen, wird in eindreiviertel Stunden die Geschichte der Meidericher Eisenhütte, die Technik sowie die Arbeitsbedingungen fachkundig und anschaulich erzählt. Die Besucher folgen dabei dem „Weg des Eisens“ durch den Hochofen von der „Gicht“ bis zum „Torpedopfannenwagen“. Immer wieder beeindruckend: die schier unübersichtlichen Vielzahl von Gerüsten, Rohren, Kesseln, Treppen und Podesten. Hier wird die ehemalige große Bedeutung dieses Industriedenkmals für die Montanindustrie hautnah spürbar (Teilnahme 9,50 Euro).

Es geht auch ohne Parkführer

Aber auch beim Spaziergang durch den Park ohne Führer können Besucher das Denkmal entdecken. Ein industriegeschichtlicher Rundweg eröffnet Informationen über das Gestern und Heute – Gärten, Wiesen, Wasserflächen und viel gewachsene Natur, die sich ihr Terrain von der Industrie zurückerobert. Informationstafeln und Schilder an den wichtigsten Anlagen begleiten Besucher auf ihrer frei bestimmbaren Route durch den Park. So eröffnen sich alle Details zu Geschichte und Hintergründen.

Im Besucherzentrum im Hauptschalthaus am der Emscherstraße 71 bekommen Besucher den Plan zum Mitnehmen.

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