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Auf den Bühnen in der Region: Aschenputtel neu vertont

Aschenputtel Musical Liberi Theater

Aschenputtel Musical Liberi Theater

Foto: Daniela Landwehr

  Das Bochumer Theater Liberi bringt den Märchenklassiker „Aschenputtel“ als modernes Musical für die Familie auf die Bühnen in der Region.

Um das Jahr 1812 erzählte die verarmte Kleinbürgerin Elisabeth Schellenberg den Brüdern Jacob und Wilhelm Grimm eine Geschichte, die eine der beliebtesten in der weltberühmten Märchensammlung der beiden Sprachwissenschaftler werden sollte: „Aschenputtel“, im Englischen auch als „Cinderella“ bekannt, zählt wohl zu den meistbearbeiteten Stoffen der Weltliteratur. Neben zig Verfilmungen gibt es inzwischen auch diverse Musicals – eines davon kann man aktuell in der Region erleben.

Auf der Bühne zum Leben erweckt wird der immergrüne Märchenstoff vom Theater Liberi aus Bochum. „Aschenputtel“ ist eine von insgesamt sieben Produktionen für Kinder bzw. Familien (darunter auch „Peter Pan“ und „Die kleine Meerjungfrau“), mit denen die Musical-Macher schon eine Million Zuschauer in Deutschland und Österreich in Stadt- und andere Hallen locken konnten.

Der König als Hip-Hopper

Die moderne „Aschenputtel“-Fassung aus der Feder des Liberi-Autors und Regisseurs Helge Fedder will mit Konventionen brechen, dem Kern des unvergesslichen Märchenstoffs aber treu bleiben. So gibt es einen König mit Hip-Hop-Genen, der über ein Reich der Spaßvögel herrscht, eine Stiefmutter, die nur auf den allerersten Blick als hysterische Zicke daherkommt und eine fabelhafte Fee, die Aschenputtel auf ihrem mutigen Weg zu helfen weiß.

Die Botschaft des Stücks bleibt klassisch märchenhaft: Wer – wie Aschenputtel – nicht verlernt hat zu träumen und sich allen Widrigkeiten zum Trotz seine gute Seele bewahrt, wird am Ende belohnt. Aschenputtel überzeugt den Prinzen schließlich mit Offenheit, Mut und Herzenswärme, die ihre schmutzige Dienstmädchenkleidung überstrahlen.

Musikalischer Treibstoff des Stücks sind die Kompositionen des Musikerduos Christoph Kloppenburg und Hans Christian Becker. Ihre poppigen Musical-Hits und gefühlvollen Balladen haben das Zeug, die jungen Zuschauer und -hörer mitzureißen bzw. ans Herz zu gehen. Und auch bühnentechnisch bedienen sich die Macher zeitgemäßer Mittel: Lichteffekte und ein wandelbares Bühnenbild untermalen den Kontrast zwischen dem arbeitsamen Leben des armen Dienstmädchens einerseits und der Welt der reich bestickten Ballroben im Märchenschloss andererseits.

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