AUSZEICHNUNG

Fotograf Gert Weigelt erhält den Deutschen Tanzpreis 2019

Preisträger:Isabelle Schad, Gert Weigelt und Jo Parkes (v.li.) im Essener Aalto-Theater.

Preisträger:Isabelle Schad, Gert Weigelt und Jo Parkes (v.li.) im Essener Aalto-Theater.

Foto: Julia Tillmann

Essen.   Der Deutsche Tanzpreis geht in diesem Jahr an den Fotografen Gert Weigelt. Ebenfalls ausgezeichnet werden Isabelle Schad sowie Jo Parkes.

Nach achtstündiger Beratung der Jury sind die Würfel gefallen: Den diesjährigen „Deutschen Tanzpreis 2019“ erhält der Fotograf Gert Weigelt. Martin Puttke, Jury-Vorsitzender des vom „Dachverband Tanz Deutschland“ ausgerichteten und mit 20.000 Euro dotierten Preises stellte auf einer Pressekonferenz im Essener Aalto-Theater die lebenslange Verbindung Weigelts mit dem Tanz heraus.

Begonnen hat Weigelt seine Karriere als Tänzer und arbeitete mit Choreografen wie Hans van Manen, Jerome Robbins und Kurt Jooss. Nach seiner Tänzerkarriere und einem Studium der künstlerischen Fotografie begleitete er mit der Kamera die herausragendsten Choreografen unserer Zeit von Pina Bausch bis Martin Schläpfer. Dabei, so Puttke, seien Weigelts Arbeiten „nicht allein als Dokumente des Tanzes“ zu würdigen, sondern „als eigene Kunst“. Puttke: „Sie sind eine Feier der Bewegung und der Körper. Sie sind eine Feier des Tanzes, der immer wieder neue Perspektiven bietet, das Verborgene, Unentdeckte für uns sichtbar werden lässt.“

Ehrungen für Schad und Parkes

Daneben erhält eine „Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen im zeitgenössischen Tanz“ die Tänzerin und Choreografin Isabelle Schad. Als Tänzerin in Stuttgart ausgebildet, tanzte sie unter zahlreichen Choreografen und produziert seit 1999 eigene choreografische Arbeiten „an der Schnittstelle zwischen Tanz, Performance und Bildender Kunst“. In der Begründung wird hervorgehoben, dass der Körper bei Isabelle Schad „ständige Metamorphosen durchläuft, beobachtet und immer wieder neu ins Spiel gebracht.“

Eine „Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen in sozialen und partizipativen Projekten des Tanzes“ erhält die Tanz- und Videokünstlerin Jo Parkes, die seit 17 Jahren „partizipative Tanzprojekte und innovative Kunstprojekte mit Teilnehmern unterschiedlicher sozialer oder kultureller Herkunft“ leitet. So entstand auch „Junction“, ein Programm von Tanz- und Videoworkshops in vier Berliner Unterkünften für geflüchtete Menschen.

Verleihung am 19. Oktober bei Tanz-Gala im Aalto

Die Preisverleihung findet am 19. Oktober im Rahmen einer Tanz-Gala im Aalto-Theater statt, die mit einem facettenreichen Programm Bezug zu den Arbeiten der Preisträger nehmen wird. Begleitend richtet der „Dachverband Tanz Deutschland“ am 18. und 19. Oktober auf PACT Zollverein ein Symposium unter dem Titel „Positionen Tanz“ aus.

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