Maischberger

Kulturrat kritisiert TV-Talkshows und fordert Zwangspause

Skandale und Gäste-Rankings: Diese fünf Dinge muss man über Polit-Talkshows wissen

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Berlin  Der öffentliche Streit um die TV-Talkshows ebbt nicht ab. Jetzt will der Deutsche Kulturrat ein Sabbatjahr für Maischberger und Co. .

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Zu viel AfD, zu viel Islam, zu wenig andere Themen – die Fernseh-Talkshows in Deutschland stehen derzeit stark in der Kritik. Nun meldete sich der Deutsche Kulturrat mit einer drastischen Forderung. Er bezieht sich dabei auch auf die Sendung von Sandra Maischberger am Mittwochabend in der ARD, in der es um das Thema „Die Islamdebatte: Wo endet die Toleranz?“ ging.

„Mehr als 100 Talkshows im Ersten und im ZDF haben uns seit 2015 über die Themen Flüchtlinge und Islam informiert und dabei geholfen, die AfD bundestagsfähig zu machen“, kritisierte am Donnerstag der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann. Die Spaltung der Gesellschaft hat seit 2015 deutlich zugenommen.“

2,4 Millionen sahen Maischbergers Islam-Sendung

Zimmermann weiter: „Gestern Abend wurde in der Talkrunde im Ersten allen Ernstes schwerpunktmäßig über das Händeschütteln als einen vermeintlichen Ausdruck deutscher Kultur debattiert. Ich finde die Talkshows im Ersten und im ZDF sollten sich eine einjährige Auszeit nehmen und ihre Konzeptionen überarbeiten.“ Vielleicht werde die talkshowfreie Zeit der Integration in unserem Land nützlich sein, so Zimmermann.

Das Zuschauerinteresse an der Maischberger-Sendung hielt sich übrigens in Grenzen. 2,4 Millionen Menschen schalteten ab 21.45 ein. Das davor gesendete das ARD-Drama „Unterwerfung“ nach dem gleichnamigen Roman des französischen Autoren Michel Houellebecq wollten sogar nur 1,92 Millionen Zuschauer sehen. (W.B.)

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