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Essbare Kunst bietet die Messe Cake Dreams in Dortmund

Besuch in Tortys Shop in Dortmund. Aga Chaudhary ist dabei  ganz in ihrem Element und verziert eine Torte.

Besuch in Tortys Shop in Dortmund. Aga Chaudhary ist dabei ganz in ihrem Element und verziert eine Torte.

Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Torten backen statt kaufen liegt im Trend. Anregungen für eigene Kreationen liefert die Messe Cake Dreams. Expertin Mouna Haddouch gibt Tipps.

Wie ein Stück Knete liegt der weiße Fondant in der Hand. Für Agnieszka Chaudhary (Foto groß) kein Problem – mit ein paar geübten Handgriffen wird der zähe Zuckerklumpen zu einem formbaren Teig. Schließlich soll die schneeweiße Masse anschließend den dreistöckigen Biskuit-Teig samt Creme ummanteln. Ausrollen und glätten, nachrollen, wieder glätten.

Seit eineinhalb Jahren arbeitet die 34-Jährige bei Torty’s in Dortmund, verkauft Backzubehör und gibt Kurse im kreativen Backen. Dabei hat die junge Frau eigentlich einen Masterabschluss in Kunst. Sie zuckt mit den Achseln: „Jetzt mache ich eben essbare Kunst.“ Aus Agnieszka Chaudhary ist „Aga – die Cake-Pop-Queen“ geworden. Die süßen Küchlein am Stiel sind ihre Paradedisziplin.

Torten selber machen statt kaufen – das Geschäft mit Zucker, Schokolade & Co. liegt voll im Trend. So findet an diesem Wochenende auch zum ersten Mal die Messe Cake Dreams in Dortmund statt, eine Schau im Rahmen der Creativa. Die Torten- und Backwelt hat sich in den vergangenen Jahren zum heimlichen Favoriten unter den Messebesuchern gemausert. Deshalb gibt es nun ein eigenes Programm, mit Probiermöglichkeiten, Vorführungen, Mitmach-Aktionen und zahlreichen Workshops.

Ebenfalls vor Ort: Torty’s-Inhaberin Mouna Haddouch (Foto klein). Ihre Back-Karriere begann vor sechs Jahren mit einer Geburtstagstorte. „Damals dachte ich noch, der Fondant muss in die Mi­krowelle, damit er formbar wird.“ Die junge Frau lacht.

Bei ihr sei es ganz klassisch abgelaufen, das typische „Learning by Doing“-Prinzip. „Man muss viel ausprobieren. Und Ruhe bewahren, wenn mal was schiefgeht.“ Ihr Tipp: sich Zeit nehmen. An einem Tag den Biskuit backen, am nächsten die Creme vorbereiten und am dritten schließlich alles zusammenbauen. „Eine gute Planung vorab ist wichtig“, findet die 32-Jährige.

Ihr gehört nun ein kleiner, üppig bestückter Fachhandel für Backzubehör samt Tortendesign-Kursen. Die zuckrigen Kunstwerke ihrer Kunden sollen meist als Geschenk feierliche Anlässe wie Hochzeiten oder Taufen versüßen. „Weil es etwas Persönliches ist. Man sieht sofort: Da hat sich jemand Gedanken gemacht und Mühe gegeben“, erklärt Mouna Haddouch.

Pinkfarbene Blumen, schnörkelige Namenszüge oder glitzerige Ornamente – die Fantasie arbeitet beim Tortendesign auf Hochtouren. Noch mehr Tipps und Tricks verrät Mouna Haddouch nun auf der Cake Dreams. Auf 40 Quadratmetern stellt sie außerdem Produkte vor – vom Ausstechförmchen über essbaren Kleber bis hin zum Rührteig. Kollegin Aga Chaudhary gibt Nachhilfe – auch, wie der frisch ausgerollte und geglättete Fondant möglichst faltenfrei auf dem Biskuit-Teig landet.

Cake Dreams: 17.+18.3., 9-18 Uhr, Westfalenhalle 3B, Rheinlanddamm 200, Dortmund. Tageskarte: 14 €(erm. 8,50 €), Kinder 6-13 J. 5,50 €. Eintritt inkl. Besuch der Creativa. Infos: www.cakedreams-messe.de. Ein Video zum Besuch bei Tortys gibt’s auf waz.de/torten.

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