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Die „lit.Cologne“ kommt als „lit.Ruhr“ ins Revier

„Wir fangen ja gerade erst an“: Lit.Cologne-Chef Rainer Osnowski

Foto: dpa Picture-Alliance / Horst Galuschka

„Wir fangen ja gerade erst an“: Lit.Cologne-Chef Rainer Osnowski Foto: dpa Picture-Alliance / Horst Galuschka

Essen.  Der Ableger der „lit.Cologne“ im Ruhrgebiet konzentriert sich auf Essen und Zollverein. 75 Lesungen im Oktober. Programm im August.

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Das Literaturfestival „lit.Cologne“ kommt in diesem Jahr erstmals ins Revier. Unter dem Namen „lit.Ruhr“ soll es vom 4. bis zum 8. Oktober in Essen, Bochum, Dortmund und Duisburg 75 Lesungen geben, etwa die Hälfte davon für Kinder und Jugendliche. „Viele Regionen haben Interesse bekundet an einem Ableger der ,lit.Cologne’. Doch was wir im Ruhrgebiet vorgefunden haben, hat uns davon überzeugt, dass genau hier der richtige Ort für dieses Festival ist“, sagt „lit.Cologne“-Geschäftsführer Rainer Osnowski.

Bei der „lit.Cologne“ kommen seit 2001 jedes Jahr im März viele Stars der Literaturwelt nach Köln. In diesem Jahr stehen etwa Lesungen von Top-Autoren wie Paul Auster, T.C. Boyle oder Ian McEwan an. Mit bis zu 200 Veranstaltungen ist die „lit.Cologne“ eines der größten Literaturfestivals Europas geworden. Auch wenn im Revier alles eine Nummer kleiner ausfallen wird, dürfen Literaturfans gespannt sein: „Wir arbeiten daran, große Namen der nationalen und internationalen Literaturszene ins Ruhrgebiet zu holen“, verspricht Rainer Osnowski.

Die Revierversion des Festivals soll jedoch keine bloße Kopie des Kölner Vorbilds werden, sagt die Künstlerische Leiterin Traudl Bünger: „Unser Ziel ist es, das Festival an die Besonderheiten des Reviers anzupassen“. Also etwa dem Schmelztiegel Ruhrgebiet, Heimat von Menschen aus 140 Nationen: „Diese Vielfalt wird sich im Programm widerspiegeln“.

Villa Hügel, Philharmonie, Messe

Welche Autoren die Macher ins Revier locken, steht noch nicht fest. Das Programm soll erst am 31. August auf der Welterbe-Zeche Zollverein in Essen vorgestellt werden. An diesem Tag startet auch der Kartenvorverkauf. Zollverein soll bei der „lit.Ruhr“ zentraler Veranstaltungsort sein. Als weitere Spielorte genannt werden die Philharmonie, die Villa Hügel und die Messe in Essen. Darüber, wo das Festival in Bochum, Dortmund und Duisburg Station macht, laufen noch Gespräche.

Essens Kulturdezernent Andreas Bomheuer zeigte sich beim Auftakttreffen hocherfreut darüber, dass Essen Dreh- und Angelpunkt des neuen Festivals wird. Finanziert wird die „lit.Ruhr“ von Stiftungen und der regionalen Wirtschaft. Zu den Förderern zählen sechs Stiftungen, ein Landesministerium und fünf Unternehmen; Medienpartner sind die Funke Mediengruppe, zu der auch diese Zeitung gehört, und WDR 5. Das Budget beträgt mit etwa einer halben Million Euro knapp ein Fünftel desjenigen der „lit.Cologne“. „Damit können wir aber gut arbeiten“, sagt Geschäftsführer Osnowski. „Wir fangen ja gerade erst an.“

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