Musik

Da ist ganz schön Musik drin bei den Klever Konzerten

Junge Blechbläser NRW - sind wieder in Kleve zu hören. Beim Familienkonzert „Hänsel und Gretel“ am 3. Dezember 2017.

Foto: privat

Junge Blechbläser NRW - sind wieder in Kleve zu hören. Beim Familienkonzert „Hänsel und Gretel“ am 3. Dezember 2017. Foto: privat

Kleve.   Es gibt viel zu hören in Kleve: Musik von Abba bis Cole Porter, von Bach bis Wagner – Orgelmusik mit Dante-Texten, der Klang der Wölbbrettzither.

Zugegeben – schön kann man die Stadthalle Kleve nun nicht wirklich nennen. Aber der in die Jahre gekommene Veranstaltungsort hat etwas, was viele Musikfreunde begeistert – eine wunderbare Akustik. Und noch etwas macht Kleves Konzertleben besonders: ein wirklich beeindruckendes Musikprogramm – das sich gerne immer wieder auch an junge Zuhörer wendet – und ebenso gerne Nachwuchsmusikern eine Chance bietet.

Das große Familienkonzert: „Hänsel und Gretel“. Viele bekannte Melodien sind dabei

„Junge Ensembles brauchen vernünftige Spielstätten und Zuhörer“, sagt Sigrun Hintzen, seit Jahr und Tag Organisatorin der Klever Konzerte. Und so kommen, zum Beispiel, die Jungen Blechbläser NRW immer wieder gern an den Niederrhein. Zum Beispiel Sonntag, 3. Dezember, 16 Uhr, zum Familienkonzert „Hänsel und Gretel“. Mit dabei: Kinder und Jugendliche aus Klever Musik- und Grundschulen, die tanzen zur Märchenoper. „Die atmosphärische Musik hat Wagnerformat, klingt aber mit ihren vielen bekannten Volksmelodien und Kinderliedern sehr vertraut“, sagt Frau Hintzen.

Noch so ein Tipp für „junge Musik“: Das Kinderorchester NRW wird im April 2018 zu Gast sein und gemeinsam mit einem türkisch-arabischen Ensemble musizieren: Westliche Klassik und orientalische Volksmusik.

Ob Mozart oder Bach, Cole Porter oder Abba, English Folk Songs, oder gar die Göttliche Komödie mit Orgelmusik und Dante-Texten oder seltene Klänge von der mit 13 Saiten bespannten Wölbbrettzither „Koto“ (18. Februar im Museum Kurhaus) – alles darf sein, alles klingt sich ins Ohr, nichts bleibt un-erhört... im Schatten der Schwanenburg.

Sigrun Hintzen organisiert seit vielen Jahren die Klever Städtischen Konzerte und kann sich über stabile Besucherzahlen freuen. „Es ist schön zu sehen, dass unsere konzertpädagogische Arbeit Früchte trägt“, sagt sie – inzwischen beschäftigen sich u.a. Schulen im Klassenverbund mit den orchestralen Klängen vor Ort.

Das dritte Ohr - eine nette Idee: eine halbe Stunde vor Konzertbeginn gibt es eine kleine, unterhaltsame Einführung - manchmal sogar mit einem Solisten oder dem Dirigenten

Bewährt hat sich die Idee, vor Konzertbeginn eine kleine Einführung anzubieten: „Das dritte Ohr“ wird angeboten zu den Reihenkonzerten, Beginn um 19 Uhr, Dauer etwa 30 Minuten. Wer eine Konzertkarte hat, kann den Service kostenlos genießen. Musikexperten Verena Krauledat und Andreas Daams wechseln sich ab, erläutern das jeweilige Programm, erklären musikwissenschaftliche Zusammenhänge, geben unterhaltsame Hintergrundinformationen.

Manchmal gesellen sich auch Solisten, Dirigenten oder ein Ensemblemitglied dazu. Nächster Termin: Donnerstag, 16. November, zum Konzert mit dem Brodsky Quartet (siehe Box).

Wer es lieber barock mag: Dienstag, 12. Dezember, 20 Uhr: „Affetti diversi“ spielt Telemann und Vivaldi – Streicher, Violone, Blockflöten. Wer dem Schwung des Jahreswechsels erhalten will: 16. Januar, 20 Uhr: „On the Dancefloor“ - „Spark“ kommt wieder. Klassik. Leidenschaft. Rhythmus. Lebenslust. Mozart, Ravel, Abba, Porter...

>>> Das Konzertprogramm der Klever Konzerte wird auf Wunsch auch zugeschickt. Infos: Stephan Derks, Fachbereich Kultur der Stadt Kleve, Tel.: 02821-84-254

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik