Essen. „Nenn mich einfach Igel“ heißt der Debütroman der Essenerin Jacqueline Thör. Es geht um einen Menschen, der weder Mann noch Frau ist.

Selten wohl war die Wahl des Ich-Erzählers so zwingend wie in Jacqueline Thörs Debütroman „Nenn mich einfach Igel“. Denn Igel ist weder Er noch Sie, weder Mann noch Frau. Sondern beides: ein Hermaphrodit, ein Zwitter. Wie begrenzt die Sprache ist, führt uns das dritte Geschlecht vor Augen; sollen wir einen Menschen ernsthaft ein Es nennen?