Kultur

40. Duisburger Akzente lassen die Puppen spielen

Akzente Figurentheater Neville Tranter

Akzente Figurentheater Neville Tranter

Foto: akzente

Duisburg.   Das Festival „Akzente“ dauert in diesem Jahr drei Wochen. Mehr als 100 Veranstaltungen werden auf verschiedenen Bühnen in Duisburg stattfinden.

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Die 40. Duisburger Akzente starten am 16. März. In mehr als 100 Theater-Aufführungen, Lesungen und Performances beschäftigen sich die Künstler mit dem Thema „Utopien“. Der Titel ist weit genug gewählt, um sowohl Gastspiele des Burgtheaters Wien mit „Die Welt im Rücken“, eine Lesung mit Gregor Gysi („Ein Leben ist zu wenig. Die Autobiographie“) und geführte Utopien-Gänge vom Kreativquartier Ruhrort zu vereinen.

„Wir freuen uns, dass sich so viele Institutionen beteiligen und wir die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen können“, betont Programm-Macher Clemens Richert. Sich als Publikum mit künstlerischen Utopien auseinander zu setzen, sei immer lohnenswert und spannend. Neben dem Theatertreffen, das im Zentrum steht, gibt es zahlreiche Produktionen der Freien Szene und seit längerem mal wieder ein Festivalzentrum. Kulturdezernent Thomas Krützberg lobte den Festivalorganisator: „Er ist vor zwei Jahren ins kalte Wasser geworfen worden und hat nun das goldene Abzeichen verdient.“

Die Spielorte

In zwei von drei Wochen dient die Cubus Kunsthalle als Festivalzentrum. Dort finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt. „Wir hatten rund 40 Bewerbungen aus der Freien Szene, davon setzen wir 25 um“, erklärt Richert. Einerseits sei es eine Überlegung, das Festival in einem Bereich zu zentralisieren, andererseits wolle man auch erreichen, dass sich möglichst viele beteiligen.

Die Cubus Kunsthalle habe sich in den vergangenen Jahren mehr als etabliert und spiele nun eine zentrale Rolle. Intensiv bespielt wird außerdem die Kulturkirche Liebfrauen. Dort soll für die Akzente ein Theater mit rund 120 Sitzplätzen errichtet werden.

Der Schwerpunkt

„Wir versuchen immer, den Besuchern etwas zu bieten, was sonst in dieser Form nicht gezeigt wird“, erklärt Richert, warum ein Schwerpunkt in diesem Jahr auf Figurentheater liegt. Mit Neville Tranter konnte am 29. März, 19.30 Uhr, einer der Stars der Szene verpflichtet werden. Er spielt „Mathilde – Szenen aus dem Altersheim. Aber auch, wenn Javier Aranda mit seinen Puppen auf der Bühne steht, übersieht man den Schauspieler leicht. „Vida“ lautet der Titel, zu sehen am 5. April, 19.30 Uhr. „Der Krieg mit den Molchen“ ist hingegen ein satirischer Science-Fiction-Roman, umgesetzt von dem Schubert Theater als wahnwitziges Figurentheater. Es wird am 6. April, 19.30 Uhr, gezeigt.

Mit Tanz und Konzerten

Mit Max Bilitza, dem Kaiser Antonino Dance Ensemble, Mercators Nachbarn und Philipp Eisenblätter sind auch bekannte Namen der Freien Szene vertreten. „Hymne am Rand der Besinnung“ heißt das Stück des Choreographen Bilitza (22. März, 19.30 Uhr). Die subtile Grenze zwischen dem Zustand und dem Wunsch nach dem perfekten Zustand erörtern Avi Kaiser und Sergio Antonino in „L’Etat des Choses“ (23. März, 19.30 Uhr). Mit „Goldene Zeiten“ ist der Konzertabend von Wolfspelz, Philipp Eisenblätter und Gästen übertitelt. Gesungen werden am 30. März, 19.30 Uhr, eigene Stücke, aber auch etwa von Hermann van Veen. Tom Liwa, Peter Wedel und Harald Schulte begeben sich am Freitag, 29. März, ab 19.30 Uhr in der Cubus Kunsthalle auf eine Entdeckungsreise. „Neudorf Utopia“ zeigt historisches Filmmaterial aus den 1920er Jahren und die Freigeister Oskar, Elisabeth und Ferdinand Einschornstein.

Das komplette Programm gibt’s unter www.duisburger-akzente.de

>>> Karten gibt es ab sofort: Keine zentrale Regelung

Der Kartenvorverkauf für die verschiedenen Veranstaltungen hat begonnen – allerdings gibt es keine Möglichkeit, sich zentrale die Tickets zu besorgen. Für die Aufführungen des Theater-Treffens und die Stücke in der Liebfrauenkirche, kann man sich die Karten unter der Rufnummer 0203/283 62100 sichern.

Die Stadtbibliothek und andere Ensembles organisieren die Kartenvorverkauf selbst. Das Programm liegt ab sofort an vielen Stellen in der Stadt aus.

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