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Kleve: RE10 soll ab Montag wieder die ganze Strecke fahren

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Noch mit altem Firmennamen: Die Linie RE10 soll ab Montag, 28. November, wieder auf der vollen Strecke fahren. Seit Juni war die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Kleve gesperrt..

Noch mit altem Firmennamen: Die Linie RE10 soll ab Montag, 28. November, wieder auf der vollen Strecke fahren. Seit Juni war die Bahnstrecke zwischen Krefeld und Kleve gesperrt..

Foto: Tobias Harmeling / NRZ

Kleve/Düsseldorf.  Bauarbeiten beendet: Die Regionalexpress-Linie RE10 soll ab Montag wieder zwischen Düsseldorf und Kleve verkehren - nach fünf Monaten Sperrung.

Mehr als fünf Monate war die Bahn-Verbindung Düsseldorf-Kleve zuletzt wegen umfangreicher Bauarbeiten unterbrochen. Ab Montag, 28. November, soll der dort verkehrende Regionalexpress RE10 (Niers-Express) wieder die volle Strecke fahren. Doch noch gibt es eine Unwägbarkeit.

„Erst am Sonntag wird sich entscheiden, ob es wirklich klappt“, sagt eine Sprecherin der Rhein-Ruhr-Bahn, die die Linie betreibt; Seit 1. September läuft der Eisenbahnbetrieb der zur Transdev-Gruppe gehörenden Nordwestbahn an Rhein und Ruhr unter diesem neuen Namen.

Bahnverbindung Kleve-Düsseldorf: Jetzt läuft der Testbetrieb

Grund für die Ungewissheit ist das Eisenbahnbundesamt, hieß es bei der Rhein-Ruhr-Bahn am Donnerstag. Die Behörde - sozusagen der Bahn-Tüv - muss die Strecke offiziell für den Betrieb freigeben.

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Seit dieser Woche fahren zwar bereits Züge, jedoch nur zum Testbetrieb, teilte die für die Streckensanierung zuständige Deutsche Bahn (DB) auf Anfrage mit. Ein Sprecher sagte: „Zurzeit sieht alles gut aus."

Technik an Bahnstrecke wurde digitalisiert

Seit Mai 2021 war die Bahnstrecke in Teilen immer wieder für Monate gesperrt, zuletzt zwischen Krefeld und Kleve. Grund war eine umfangreiche Modernisierung hin zu digitaler Bahntechnik. 76 Bahnübergänge, rund 170 Signale und 30 Weichen wurden neu errichtet oder an die moderne Technik angepasst, teilte die DB mit. „Wir haben bei dem Umbau gleich mehrere Technik-Generationen übersprungen“, sagte ein Sprecher: „Denn an der Bahnstrecke gab es sogar noch mechanische Stellwerke.“

Wenn die neue digitale Signal- und Stellwerkstechnik funktioniert, soll das im Zugbetrieb „mehr Zuverlässigkeit bringen“, sagte der Bahn-Sprecher. Bahn-Pendlern im Kreis Kleve wäre das zu wünschen, wenn auch der Zugbetrieb in NRW derzeit vor allem unter Zug- und Linien-Ausfällen durch zu hohen Krankenstand bei beim Personal leidet.

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Sollte wider Erwarten das Okay für die Strecke ausbleiben, müssten RE10-Nutzer zwischen Kleve und Krefeld am Montag womöglich weiterhin vorerst mit Bussen vorliebnehmen. Der Linien-Betreiber Rhein-Ruhr-Bahn warnt aber schon mal, dass der Schienenersatzverkehr dann kurzfristig neu zu organisieren wäre.

(dae)

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