Kommentar

Klappern gehört zum Geschäft

Sabine Weidemann, WAZ Hattingen

Sabine Weidemann, WAZ Hattingen

Foto: Volker Speckenwirth

Der Müll bewegt. Und der des gesamten Kreises soll bewegt werden. Die Argumentation der Abfall-Expertin ist da zunächst durchaus nachvollziehbar. Wird der Abfall weitere Strecken bis nach Witten transportiert, stellt sich die Frage, wie Fahrtkilometer eingespart werden können. Ob das Konzept der AHE das Dilemma lösen kann, kann ohne genaue Berechnungen noch nicht beurteilt werden.

Eine andere Frage ist die der Gebühren für den Entsorgung. Hier fühlt sich die Kreis-CDU falsch informiert. Grundlage der damaligen Antwort war eine Frage zur Zusammensetzung des Restmülls und dem zu hohen Biomüll-Anteil. Das eins zu eins auf den aktuellen Vorschlag zu übertragen, kann der Tatsache geschuldet sein, dass Politiker eben keine Abfallexperten sind. Das muss man ihnen auch zunächst nicht vorwerfen.

Aus der Kritik aber einen Generalvorwurf und „sprachliche Entgleisungen“ abzuleiten, scheint doch überzogen. Aber bekanntlich gehört Klappern ja zum Geschäft – erst recht mit einem Wahljahr in Sichtweite.

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