Es begann mit einem Foto

Zahra und Mariella verbindet eine grenzenlose Freundschaft

Ihre Schwester (links) half Zahra, im Flüchtlingslager in Jordanien einen Antwortbrief an Mariella (rechts) zu schreiben.Fotos:Muhammed Muheisen, Jordanien / privat

Ihre Schwester (links) half Zahra, im Flüchtlingslager in Jordanien einen Antwortbrief an Mariella (rechts) zu schreiben.Fotos:Muhammed Muheisen, Jordanien / privat

Zwei Mädchen aus Syrien und Deutschland sind Brieffreundinnen. Sie erleben ihre Kindheit sehr verschieden, und doch haben sie gemeinsame Träume.

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Mit einem Brieffreund oder einer Brieffreundin kann man viele Dinge teilen: Wünsche, Träume und Geschichten. Und dabei muss man sich noch nicht einmal persönlich treffen. Genauso ist es bei Zahra (7) aus Syrien und Mariella (5) aus Deutschland. Die beiden kommen aus ganz unterschiedlichen Gegenden. Und trotzdem verbindet sie etwas Besonderes: eine Freundschaft über Grenzen hinweg.

Zahras Geschichte ist eigentlich sehr traurig: Sie musste wegen des Krieges mit ihrer Familie aus ihrer Heimat Syrien fliehen. Ihr Haus war von einer Bombe zerstört worden. Der Fotograf Muhammed Muheisen hat sie in einem Flüchtlingslager in Jordanien besucht und fotografiert. Das Bild ist bewegend: In Zahras Augen sieht man, wie viele traurige Dinge sie schon erlebt hat. Der Fotograf gewann damit den Wettbewerb „Unicef-Foto des Jahres“.

Unterschiedliche Kindheiten

Mariella aus Osnabrück in Niedersachsen sah Zahras Bild in einer Zeitung. Sie fragte dann ihre Mama, warum das Kind auf dem Bild so traurig gucke. Nachdem Mariella den Grund erfahren hatte, beschloss sie, Zahra einen Brief zu schreiben. Sie schrieb, dass sie traurig sei, dass Zahra von ihrem Zuhause weggehen musste und dass sie hoffe, mit ihr in Kontakt zu bleiben.

Eine tolle Idee! Zahra hat sich riesig gefreut, dass ein Mädchen aus einem anderen Land an sie denkt und ihr alles Gute wünscht. Gemeinsam mit ihrer großen Schwester schrieb sie Mariella einen Antwortbrief. Darin bedankte sie sich und erzählte von ihren Wünschen und Träumen.

Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr sich auch Mariella über den Brief ihrer neuen Freundin gefreut hat. Natürlich hat sie viele Fragen: Wie geht es Zahra so weit weg von ihrer Heimat? Kann sie dort genau so spielen wie die Kinder in Deutschland?

Die beiden Mädchen sind fast im gleichen Alter, aber ihre Kindheit erleben sie auf sehr unterschiedliche Weise. Mariella wird bald eingeschult – Zahra kann im Moment leider nicht zur Schule gehen. Und doch haben sie ganz ähnliche Träume und Wünsche.

Der Fotograf hält Kontakt

Dass diese Brieffreundschaft entstehen konnte, ist dem Fotografen Muhammed Muheisen gleich doppelt zu verdanken. Er machte nicht nur das Foto von Zahra, das später in der Zeitung stand. Er war es auch, der dem syrischen Mädchen die Post aus Deutschland überbrachte und für sie übersetzte.

Muhammed will den Kontakt zu Zahra und ihrer Familie halten. So kann er auch in Zukunft die Briefe der beiden Mädchen überbringen. Ob Zahra und Mariella sich eines Tages sogar persönlich kennenlernen?

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