Schwimmbad

Wenn einen das Wasser trägt: Kinder lernen schwimmen

| Lesedauer: 2 Minuten
Charlotte und Sören lieben es, zu schwimmen.

Charlotte und Sören lieben es, zu schwimmen.

Foto: Fabian Strauch / Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

In der Coronazeit konnten viele Kinder nicht lernen, wie man schwimmt. Das holen sie jetzt nach - zum Beispiel in Sommerferienkursen.

Sören kann es kaum erwarten, wackelt mit den Händen und Füßen und schaut vom Rand gespannt ins Schwimmbecken: „Okay, jetzt ab ins Wasser!“, sagt Schwimmtrainerin Ute Kügler. Dass lässt sich der Achtjährige nicht zweimal sagen: Mit einem „Platsch“ landet er im Becken des Schwimmbads in Essen-Kupferdreh – auf der Seite für Schwimmer. Denn Sören kann sich schon gut über Wasser halten. „Ich kann auch schon über drei Meter tief tauchen“, sagt er.

So geht es nicht allen Kindern, denn viele haben in der Coronazeit nicht lernen können, wie man schwimmt. Viele Anfängerkurse mussten ausfallen. Dabei ist es laut Rüdiger Brandt, Leiter der Schwimmausbildungen in Essen, ein großer Vorteil, wenn man schwimmen kann!

„Manchmal sind die Wellen im offenen Gewässer viel stärker, als man vorher dachte. Oder man unterschätzt, wie tief das Wasser ist“, sagt er. In solchen Situationen ist es wichtig, dass alle Beteiligten gelernt haben, wie man schwimmt. Aber – und das ist dem Leiter wichtig – nur mit Spaß! Denn unter Druck und Zwang sei das Schwimmen lernen wesentlich schwieriger und dauere auch länger.

Nach Spaß sieht es auch bei dieser Übungsstunde aus: Da Sommerferien sind, gibt es gemischte Gruppen aus Anfängern und bereits erfahreneren Schwimmerinnen und Schwimmern.

Schwimmbretter und Matten helfen

Die zwölfjährige Charlotte kann sich noch gut daran erinnern, wie das Wasser sie zum ersten Mal „getragen“ hat. Heute hilft sie den jüngeren Kindern, ihre Angst vor dem Wasser zu überwinden. „Ich halte zum Beispiel die Hände unter den Rücken oder den Bauch, damit die Kinder nicht untertauchen“, sagt sie. So bauen sie langsam Vertrauen zum Wasser auf. „Einatmen – und ausatmen“, gibt Schwimmlehrerin Ute vor. Beim Einatmen bleiben die Körper ohne viel Aufwand über Wasser, beim Ausatmen sinken sie nach unten. Das müssen die Kinder erstmal üben.

Dabei helfen ihnen Matten und Schwimmbretter. Zum Beispiel, wenn sie die Beine trainieren: Der Oberkörper liegt auf der Matte oder dem Brett und die Füße zappeln hoch und runter. Dabei spritzt das Wasser in alle Richtungen, was zu viel Gelächter führt.

Mit den Matten kann man auch den Kopfsprung lernen: Dazu wird die nasse und rutschige Matte auf den Beckenrand gelegt und man legt sich mit dem Bauch darauf. So gleitet man, die Hände über dem Kopf zusammengelegt, ins Wasser.

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