Umwelt

Was ist eigentlich der Klimanotstand?

In Berlin haben sich Umweltschützer ans Kanzleramt gekettet. Sie wollen, dass die Regierung den Klimanotstand ausruft.

In Berlin haben sich Umweltschützer ans Kanzleramt gekettet. Sie wollen, dass die Regierung den Klimanotstand ausruft.

Foto: Paul Zinken

Viele Städte wollen mehr für die Umwelt tun. Sie rufen den Klimanotstand aus. Aber was ist das eigentlich?

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Der Klimawandel ist ein wichtiges Thema. Er bereitet viele Probleme: Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen nehmen zu. Forscher sagen, dass wir Menschen an der Klimakrise selbst schuld sind. Denn Abgase aus Kraftwerken, Fabriken und Autos sorgen dafür, dass sich die Erde erwärmt. Deswegen rufen jetzt viele Städte den Klimanotstand aus.

Konstanz hat den Anfang gemacht, Bochum, Marl und Tönisvorst sind auch dabei. In Düsseldorf wird darüber diskutiert. In Berlin haben sich jetzt Umweltschützer mit dicken Ketten an den Zaun des Bundeskanzleramtes gekettet. Sie wollen, dass die Regierung auch den Klimanotstand ausruft. Aber was ist das eigentlich, Klimanotstand? Und warum ruft man ihn aus?

Notstand klingt nach einer brenzligen Situation. Als würden wegen des Klimawandels gerade alle Bäume umkippen oder Flüsse austrocknen. So ist das aber nicht gemeint. Städte, die den Klimanotstand ausrufen, sagen vielmehr: Wir sind Teil der Klimakrise und haben bisher zu wenig dagegen getan. Das wollen wir ändern.

Lieber Fahrrad fahren

Bei vielen Entscheidungen, die in einer Stadt getroffen werden, muss nun darüber nachgedacht werden: Schadet es dem Klima? Was ist besser für die Umwelt? Diese Städte wollen zum Beispiel mehr Radwege bauen. Denn es ist klimafreundlicher, mit dem Fahrrad zu fahren, als mit dem Auto. Auch wollen sie energiesparende Wohnungen bauen. Diese Häuser haben etwa besondere Lüftungen und nutzen Solarenergie.

Die erste Stadt, die den Klimanotstand ausgerufen hat, ist Konstanz. Hier wurden auch schon einige politische Entscheidungen getroffen. Für Häuser, die auf Grundstücken der Stadt gebaut werden, besteht in Konstanz jetzt Solarpflicht. Sie müssen also Solaranlagen auf dem Dach haben.

Wer den Klimanotstand ausruft, hat damit aber kein neues Gesetz erlassen. Ausrufen heißt nur, etwas bekannt zu geben oder mitzuteilen.

Die Städte können also nicht bestraft werden, wenn sie sich an ihre eigenen Regeln nicht halten. Man spricht deswegen auch von der symbolischen Bedeutung des Klimanotstandes. Was er bewirkt, wird sich wohl erst in ein paar Jahren zeigen.

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